Der ehrenamtliche Besuchsdienst der Ilm-Kreis-Kliniken leistet einen unschätzbaren Beitrag für Patienten, die keine Angehörigen mehr haben oder deren Familien und Freunde nicht in der Lage sind, sie zu besuchen.

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Dort engagieren sich Freiwillige, die Gespräche führen, zuhören oder kleine Besorgungen aus der Cafeteria erledigen – sie schenken anderen Menschen ihre Zeit. Insbesondere für Patienten mit Demenz können diese Besuche bereichernd und unterstützend sein. „Wir wissen um die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz“, betont Pflegedirektor Matthias Keschke, der zugleich das Ethikkomitee der Kliniken leitet.

Schulungen zur Demenzsensibilität

In den Ilm-Kreis-Kliniken spielt das Thema Demenzsensibilität eine zentrale Rolle. „In unseren Sitzungen beraten wir intensiv über notwendige Schritte hin zu einem demenzsensiblen Krankenhaus“, führt Keschke aus.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Schulung der Ehrenamtlichen. Ziel ist es, Barrieren im Umgang mit Demenzpatienten abzubauen und ein besseres Verständnis für ihre speziellen Bedürfnisse zu schaffen. Dankbar verweist Keschke auf das Engagement des Ilm-Kreises, der während der Woche der Demenz mit einem umfangreichen Programm dieses wichtige Thema in den Fokus rücke.

Auch die Kliniken selbst sehen hier großes Potenzial für die Zukunft. Zusätzliche Kooperationen könnten helfen, den Landkreis weiter als demenzsensiblen Raum zu stärken und die Arbeit in den Kliniken entsprechend darauf auszurichten.

„Am Ende ist Demenzsensibilität Chefsache“

Die Bedeutung einer klaren Strategie im Umgang mit Demenzpatienten unterstreicht auch Gerontologin Anja Schollmeyer: „Das hört sich nach einem Start an und ich nehme stark an, dass die Ehrenamtlichen ein Teil eines Konzepts aus Haltung, Wissen und Begleitung sind. Im Krankenhaus in Saalfeld zum Beispiel coache ich seit 2021 Mitarbeitende zu Demenzcoaches. Eine sehr wirksame Initiative für alle Beteiligten. Man muss die Entscheidung treffen, wie ich zukünftig mit Menschen mit Demenz in einem Krankenhaus umgehen möchte und welche Werte und Kompetenzen ich mir für mein Personal wünsche.“

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Schollmeyer sieht das Thema Demenzsensibilität auch in der Verantwortung der Führungsetage: „Am Ende ist Demenzsensibilität Chefsache, weil sie ohne klare Entscheidung weder Unternehmensziele noch Unternehmenswerte tangieren wird.“

Interesse geweckt?

Die Ilm-Kreis-Kliniken freuen sich stets über weitere Ehrenamtliche, die sich im Besuchsdienst engagieren möchten. Ansprechpartner ist Thorsten Weiß und erreichbar unter E-Mail: thorsten.weiss@ilm-kreis-kliniken.de.