Immer wieder höre ich in letzter Zeit, dass Jugendliche heutzutage kaum noch für Bücher zu begeistern sind. Und das kann ich absolut nicht verstehen.

Für mich ist Lesen nicht einfach nur ein Hobby, es ist mein persönlicher Kurzurlaub und mein Gefühlschaos in einem. Wenn ich ein Buch aufschlage, lebe ich hunderte verschiedene Leben. Ich liebe, leide, lache, rette Welten und sterbe dramatisch – und das alles, während ich gemütlich auf dem Sofa sitze.

Bücher statt Serien

Es ist im Grunde genauso wie eine Serie auf Netflix – nur tausendmal besser. Kein Wunder also, dass ich Bücher regelrecht verschlinge. Wenn ich dann erzähle, dass ich ein ganzes Buch mit 400 bis 600 Seiten am Tag schaffe, ernte ich regelmäßig Blicke, als hätte ich sie nicht mehr alle.

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Es hilft auch nicht zu erwähnen, dass ich eine extra Spotify-Playlist zum Lesen habe, weil ich ohne Musik nicht lesen kann. So entstehen immer wieder lustige Gespräche. Etwa wenn ich mich beschwere, dass in meinem Bücherregal kein Platz mehr ist, und mir empfohlen wird, doch auszusortieren oder mir einen E-Reader zu kaufen.

So laut habe ich noch nie gelacht. Ein E-Reader würde bei mir nur doppelte Kosten bedeuten. Ich würde das Buch trotzdem kaufen, nur damit es im Regal steht. Und solange es noch Platz für ein weiteres Bücherregal gibt, werde ich sicher kein Buch aussortieren.

Und so hoffe ich, dass ich, auch wenn Jugendliche wirklich heute weniger lesen, es wenigstens ein kleines bisschen ausgleichen kann, indem ich einfach für zwei lese.