Der Arnstädter Marktplatz soll ein lebendiger und quirliger Ort im Herzen der Altstadt sein. Doch derzeit herrscht Stillstand: Die geplanten umfangreichen Sanierungsmaßnahmen liegen auf Eis, nachdem die IG Schattenspender gegen die damit verbundene Fällung der Lindenbäume geklagt hat. Nun hat ein Arnstädter eine Petition ins Leben gerufen, die von mehreren Stadtratsmitgliedern unterstützt und verbreitet wird.
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Mit deutlichen Worten spricht sich Stadtratsmitglied Sebastian Köhler (CDU) für die Initiative aus. Zwar habe die Petition „keine rechtlichen Folgen oder Konsequenzen“, dennoch könne sie ein wichtiges Signal senden. Sie sei „eine Absichtsbekundung“ und zugleich ein Ventil für viele Bürgerinnen und Bürger, die ihren Unmut über die festgefahrene Situation äußern wollten.
Viele Bürger sehnen sich nach Kompromiss
Viele Arnstädter verstünden laut Köhler nicht, warum bereits so viel Geld für Anwälte ausgegeben werde. „Rechtlich bringt die Petition gar nichts, aber sie zeigt, was viele Menschen bewegt“, sagt Köhler. Deshalb würden Unterschriften nicht nur online gesammelt, sondern im Laufe der Woche auch an verschiedenen Stellen in Arnstadt und den Ortsteilen.
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Besonders kritisch bewertet Köhler die fehlende Kompromissbereitschaft der Gegenseite. Nach seinen Angaben habe die Stadt mehrfach versucht, Lösungen anzubieten – unter anderem mit dem Vorschlag, einige Bäume stehen zu lassen. „Viele Bürger wünschen sich einen Kompromiss, aber die Angebote wurden nicht angenommen“, erklärt er. Stattdessen werde auf einer vollständigen Erhaltung bestanden: „Die Schattenspender wollen 100 Prozent.“

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Zugleich drängt die Zeit. Der Marktplatz werde zeitnah zur Baustelle, da die Stadtwerke Arnstadt mit dringend notwendigen Tiefbauarbeiten beginnen müssten. Gas- und Fernwärmeleitungen seien sanierungsbedürftig. Dabei werde es zwangsläufig zu Schäden an den Wurzeln kommen, was den Linden zusätzlich schade. „Dann werden zwar die Leitungen gemacht, aber der Marktplatz sieht aus wie zuvor – und die Fördermittel sind weg“, warnt Köhler.
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In der Petition selbst wird darauf verwiesen, dass der Arnstädter Marktplatz als zentraler Treffpunkt für Einwohner und Besucher deutlich in die Jahre gekommen sei. Das Pflaster sei uneben, die Linden würden im Sommer klebrigen Honigtau absondern und hätten laut Gutachten nur noch eine begrenzte Lebensdauer.
Tourismus stärken und Innenstadt beleben
Vorgesehen sei deshalb eine umfassende Neugestaltung mit Wasserspielen, einem Springbrunnen, neuen Sitzmöglichkeiten, Staudenbeeten sowie der Pflanzung neuer, honigtaufreier Linden mit modernem Bewässerungssystem. Auch eine stimmungsvolle Beleuchtung mit gedimmtem LED-Licht sei geplant.
Die Initiatoren appellieren daher an alle Beteiligten, die Klagen zurückzuziehen, das demokratische Votum des Stadtrates zu respektieren und den Weg für eine zügige Umsetzung freizumachen. Ziel sei es, Arnstadt attraktiver zu gestalten, den Tourismus zu stärken und dem Einzelhandel neue Impulse zu geben.










