Das TLF 3000, das vor dem Feuerwehrgerätehaus in Griesheim steht, zieht automatisch die Blicke an. „Es feiert bei uns Vorpremiere“, verrät Sven Krüger, der stellvertretende Wehrführer der Feuerwehr Stadtilm-Griesheim. Erst am Montagabend wird das nagelneue Fahrzeug in Stadtilm offiziell in Dienst gestellt.

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Der zweite Tag der offenen Tür am Gerätehaus in Griesheim war aber die passende Gelegenheit, Neugierigen schon mal einen Blick in das Tanklöschfahrzeug zu gewähren. Auch die in Griesheim stationierten Fahrzeuge, ein LF 16/12 und ein Dekontaminationsfahrzeug des Katastrophenschutzes, standen bereit. Aus Privatbesitz war zudem eine historische, liebevoll restaurierte Feuerwehrpumpe zu sehen.

„Pro Jahr absolvieren wir 35 bis 40 Einsätze“, weiß Sven Krüger. Zuständig ist die Wehr neben Griesheim auch für Hammersfeld, Traßdorf, Cottendorf und Dörnfeld. Für die 25 Einsatzkräfte gibt es mehr als genug zu tun. Regelmäßig sind die Kameradinnen und Kameraden im Gerätehaus, pflegen die Fahrzeuge und die Technik, bilden sich weiter. Auch mit den direkten Nachbarn, der Agrargesellschaft, sind die Feuerwehrleute oft im Gespräch. Denn gerade bei größeren Bränden arbeitet die Wehr mit dem Unternehmen eng zusammen. Die Landwirte rücken dann mit großen Wasserfässern aus, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Wichtig ist das vor allem bei Wald- und Feldbränden.
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Einsatzabteilung soll langfristig verstärkt werden
Die Feuerwehr ist eine eingeschworene Gemeinschaft – aber die Einsatzabteilung schrumpft. „Alters- und gesundheitsbedingt hatten wir in den letzten Monaten einige Abgänge“, so der stellvertretende Wehrführer. Daher soll nun der Nachwuchs in den Mittelpunkt gerückt werden. „Im September wollen wir eine Kinder- und Jugendfeuerwehr aus der Taufe heben“, verrät Stefan Winkler. Interessierte können sich schon jetzt in der Feuerwehr melden.
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Geplant ist, Kinder ab sieben Jahren aufzunehmen und sie von der Pike auf an das Feuerwehrwesen heranzuführen. Mit 18 können sie dann in die Einsatzabteilung wechseln. Bis es so weit ist, muss dem Nachwuchs aber jede Menge geboten werden. „Wir konkurrieren mit anderen Vereinen, mit Fußball etwa“, ist Stefan Winkler realistisch. Aber die Kameradinnen und Kameraden haben ein Konzept entwickelt, das den künftigen Feuerwehrnachwuchs begeistern dürfte. Nach den Sommerferien geht es los. Angeboten werden mehrere Gruppen, je nach Alter der Kinder und Jugendlichen.









