Eine Frau bedankt sich auf der Facebook-Seite Gräfenroda bei den Pferdehaltern dafür, dass sie nach der Arbeit den Gehweg vor ihrem Haus reinigen durfte. Ihre drei Fotos zeigen sieben liegengelassene Pferdeäppelhaufen.

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Aber da gings ab im Netz: Mehr als 2400 Kommentare stürzen auf die Hundehalterin ein, die für ihr Tier Steuern zahle und dessen Hinterlassenschaften beseitige. Sie bekam zu hören: „Mit pathologischen Reinigungszwängen sollte man nicht in ländlichen Gegenden wohnen“, „Die Pferdeäpfel hätte ich eher ins Beet geschmissen und mich gefreut. Muss man jeden Scheiß hier einstellen?“, „Als Pferde- und Hundebesitzer trete oder fahre ich persönlich ja lieber in Pferdeäpfel als in einen Hundehaufen.“

Gumo-Foto André Heß
Portrait André Heß© Funke Medien Thüringen | Hans-Peter Stadermann

Streit um Pferdeäpfel spaltet die Gemüter

Einige wenige waren aber auch ihrer Meinung: „Das ist wirklich eine Sauerei. Das sollte von den Pferdehaltern eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, das wegzumachen. Man schei...... ja auch nicht bei denen vor die Tür“.

Aber auch: „Was für eine frigide Dinkeldörte! Früher hat man sich um die Pferdeäpfel gekloppt, heute rennen se in den Baumarkt und kaufen den teuren Dünger.“

Also, ich habe mich köstlich amüsiert, und das waren erst die Anfänge. Aber ich gebe der Frau vollständig recht! Diese Ignoranz geht gar nicht. Es sei denn, die Pferdehalter kommen noch einmal mit dem Auto zum Auflesen vorbei. Warum soll ich den Mist wegmachen, den andere verzapfen? Einer bringt es auf den Punkt: „Ich als Halter habe dafür zu sorgen, diese Hinterlassenschaften zu beseitigen. Wo liegt das Problem? Das ist Anstand und Erziehung.“