Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Nervosität steigt – am 20. Juni, 18 Uhr, wird die Ballett- und Tanzschule Arnstadt zum zweiten Mal eine große Tanzshow im Arnstädter Theater präsentieren. Diese steht unter dem Thema „Bewegte Welten“.

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„An der Aufführung wirken Kinder ab vier Jahren, Jugendliche und dieses Mal auch Erwachsene aus der Ballett- und Tanzschule Arnstadt mit“, erzählt Inhaberin Xenia Zöllner. Insgesamt stehen über 100 Mitwirkende aus 14 verschiedenen Gruppen auf der Bühne. Gezeigt werden Beiträge aus den Bereichen Ballett, Modern Dance, Jazzdance, Musical Dance und Streetdance. Ergänzt wird das Programm außerdem durch einige professionelle Beiträge der Tanzlehrerinnen und Tanzlehrer.
„Mit ‚Bewegte Welten’ setzen wir unsere Themenreihe fort. Im vergangenen Jahr stand unsere Aufführung unter dem Motto ‚Wie Phönix aus der Asche’ als Symbol für den Aufbau und die Entwicklung unserer Tanzschule. In diesem Jahr soll ‚Bewegte Welten’ die Vielfalt der verschiedenen Tanzstile, Altersgruppen und kleinen Geschichten auf und hinter der Bühne verbinden“, erklärt Zöllner.
Das tapfere Schneiderlein kommt nach Arnstadt
Für viele der Kinder und Jugendlichen ist es der erste Auftritt in einem großen Theater und für alle Mitwirkenden ein ganz besonderer Moment. Aktuell laufen die letzten Proben und Vorbereitungen für die Aufführung, welche die Theaterspielzeit 2025/26 beschließen wird.
Der Nachwuchs kommt auch am 7. Juni auf seine Kosten, wenn Theater im Palais Erfurt mit dem „Tapferen Schneiderlein“ zu Gast ist (Beginn 16 Uhr). Mutig, schlau und auch ein bisschen frech, so erobert das tapfere Schneiderlein die Bühne. „Sieben auf einen Streich!“ ruft das Schneiderlein aus, nachdem es sieben Fliegen auf einmal mit seiner Fliegenklatsche erwischt hat. Begeistert stickt er es auf seinen Gürtel, sodass jeder von seiner Heldentat es lesen kann. Voller Tatendrang und Appetit auf leckeres Mus begibt er sich auf die Reise zum König, um ihn um etwas Mus aus seinem Vorrat zu bitten.
Am Hof findet gerade ein Wettbewerb um den stärksten Mann der Welt statt. Der Sieger darf die schöne Prinzessin heiraten. Das Schneiderlein will um jeden Preis das Herz der Prinzessin gewinnen. Doch bis er sie endlich die Seine nennen darf, muss er noch viele Mutproben bestehen.
Monolog eines alternden Kontrabassisten
Eine weitere Veranstaltung ist das Schauspiel „Der Kontrabass“ am 11. Juni, 19.30 Uhr. Normalerweise gehen Kontrabässe unter im Orchester, es gibt keine Soloparts, höchstens Duos. Patrick Süßkind hat dem Instrument 1981 einen Einakter gewidmet, der bereits bei seiner Uraufführung gefeiert wurde und drei Jahre später mit über 500 Aufführungen das meistgespielte Stück an deutschsprachigen Bühnen war.
Das Stück besteht aus dem Monolog eines alternden Kontrabassisten („ein Mann, Mitte dreißig“), Mitglied in einem Staatsorchester, der in seinem schallgedämmten Musikzimmer, hermetisch gegen die Außenwelt abgeschottet, dem Publikum einen emphatischen Vortrag über die Vorzüge seines Instruments hält. Seine anfänglichen Lobreden auf den Kontrabass werden jedoch bald immer widersprüchlicher und schlagen schließlich ins Gegenteil um.
Zwischen feiner Ironie, Slapstick und scharfer Beobachtung entsteht ein ebenso komisches wie tiefgründiges Porträt über Einsamkeit, Sehnsucht und das Leben im Schatten der großen Bühne. Im Arnstädter Theater zu erleben am 11. Juni, 19.30 Uhr. Gespielt wird die Rolle von Stephan Schad vom Ensemble Persona aus Hamburg. Henning Kiehn sorgt für die musikalische Umrahmung.
Seniorenkino präsentiert Filmklassiker
Das Seniorenkino bietet am 17. Juni, 10 Uhr, mit „Der große Diktator“ einen der großen Filmklassiker von und mit Charlie Chaplin. Tomania wird von dem Diktator Hynkel regiert. Erbarmungslos drangsaliert er die Juden des Landes. Davon ahnt der jüdische Friseur, der ihm wie ein Zwillingsbruder gleicht, nichts. Bei einem Flugzeugabsturz hat der Friseur sein Gedächtnis verloren und jahrelang in einem Krankenhaus verbracht. Doch nun kämpft der kleine Mann mutig gegen Hynkels Schergen.
Schauspielerin und Sängerin Cornelia Corba ist am 19. Juni, 19.30 Uhr, mit ihrem Programm „Verrückt ist normal“, mit dem sie der großen Hildegard Knef huldigt, zu Gast. Cornelia Corba, die bereits erfolgreiche Konzert-Shows über das Leben bekannter Künstlerinnen auf die Bühne brachte, schuf zum 100. Geburtstag der Knef eine Konzert-Show mit deren größten Hits wie „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.
Hildegard Knef wuchs in Berlin auf, durchlebte dort den Zweiten Weltkrieg, drehte den ersten deutschen Nachkriegsfilm, erhielt Preise, ging nach Amerika, wurde für den Oscar nominiert, spielte am Broadway und verfasste das Buch „Der geschenkte Gaul“. Sie schrieb und sang die beliebtesten deutschen Chansons.
Durch die persönliche Freundschaft von Cornelia Corba mit Hans Hammerschmid, dem jahrelangen Komponisten und Produzenten vieler Erfolgslieder von Hildegard Knef, gelingt Corba eine authentische Konzert-Show über das Leben der Künstlerin, mit deren schönsten Liedern, die, begleitet von originalen Fotos und KI-unterstützt, das spannende Leben der außergewöhnlichen Künstlerin verständlich macht.




