August Trinius wäre am 31. Juli 175 Jahre alt geworden. Der Wanderschriftsteller, der mit seinem Rennsteig-Buch Ende des 19. Jahrhunderts die Kammregion des Thüringer Waldes bekannt machte und einen Rennsteig-Boom auslöste, lebte fast die Hälfte seines Lebens in Waltershausen und weist Bezüge in den heutigen Ilm-Kreis auf.
Schriftsteller Trinius und Maler Holbein im Mittelpunkt
Der Waltershäuser Geschichtsverein rückt nun nicht nur das Leben und Werk von August Trinius mit einer Ausstellung in den Mittelpunkt, sondern würdigt den Waltershäuser Maler und Trinius-Freund Friedrich Holbein, der im Frühjahr 170 Jahre alt geworden wäre. Trinius bat Holbein 1889 erstmals, seine Wanderbücher zu illustrieren.
Die Doppelausstellung ist im Ladenlokal Lutherstraße 1 in Waltershausen noch bis 2. August täglich von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. Zur Schau bietet der Waltershäuser Geschichtsverein einige Veranstaltungen an: Weinabend am 29. Juli ab 19 Uhr, Geburtstagskaffeekränzchen am 31. Juli ab 15 Uhr, Festvortrag zu Trinius am 31. Juli ab 19 Uhr sowie die Finissage am 2. August ab 17 Uhr.
Mehr Themen aus dem Ilm-Kreis
August Trinius hinterließ auch im heutigen Ilm-Kreis Spuren: August Trinius lebte einige Zeit in Arnstadt. Nach ihm ist eine Straße benannt. Gräfenroda war Trinius‘ Sommerfrische. Schon als Trinius noch in Berlin lebte, kam er mit seiner Familie nach Gräfenroda, wohnte in der Alten Apotheke und verfasste einige Geschichten. In der Erzählung „Junge Liebe“ zum Beispiel ist der Ort fiktiv als Wernersroda benannt. Werner hieß Trinius‘ früh verstorbener Sohn. Das berichtet Rotraut Greßler. Die Schriftstellerin und Historikerin aus Frankenhain ist Mitglied des Waltershäuser Geschichtsvereins und wird den Festvortrag zu Trinius halten.
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