Wenn die Geschäftsführerin 36 Jahre alt ist und das Unternehmen sein 30-jähriges Jubiläum mit einem Sommerfest feiert, dann muss schon mal die Belegschaft von alt bis jung Macarena tanzen, während über ihren Köpfen eine Drohne filmt.

Täglich

Der Newsletter für den Ilm-Kreis

Alle wichtigen Informationen aus dem Ilm-Kreis, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die Scheidt GmbH & Co. KG feierte ausgelassen am Freitagnachmittag. Vor 30 Jahren wurde der Standort Arnstadt an der Ichtershäuser Straße eröffnet. Aus den Anfängen im Jahr 1996 hat sich das Werk zu einem bedeutenden Produktionsstandort für Trafostationen, Kompaktstationen, Versorgungsstationen aus Stahlbeton und individuelle Schalthäuser entwickelt. Mit seinen Produkten leiste der Standort einen wichtigen Beitrag zum Ausbau und zur Modernisierung der elektrischen Infrastruktur.

Auch interessant

Scheidt-Geschäftsführerin blickt auf 30 Jahre Familienbetrieb

Das Team blickt dabei mit Stolz auf drei erfolgreiche Jahrzehnte zurück. Geschäftsführerin Georgine Scheidt, die vor zwölf Jahren ins Unternehmen kam und ihren Vater Michael Scheidt ablöste, hielt eine beschwingte Zeitreise über den „angehenden Stern im Beton-Himmel“ in Wort und Bild, inklusive Kinderbilder von ihr. Der Papa hatte damals einen Plan und der sei mit dem Werk in Arnstadt aufgegangen, sagte sie. Dafür jubelte ihm auch die Belegschaft via Facetime kräftig zu.

Mittlerweile habe man sich in drei Jahrzehnten zum größten Standort von Scheidt entwickelt. Heute arbeiten hier 140 Mitarbeitende, darunter auch sechs Auszubildende in technischen und kaufmännischen Berufen. Die Männer der ersten Stunde waren auch zur Feier eingeladen. Die Frau der ersten Stunde, Gabi Mohring, arbeitet noch immer im Betrieb. Sie war 1997 noch allein unter Männern.

Betriebsjubiläum
Geschäftsführerin Georgine Scheidt spricht mit ihrem Vater via Facetime und die Belegschaft jubelt ihm zu.© Funke Medien Thüringen | André Heß

Fertigung von Trafostationen setzt auf moderne Technologien

Gefertigt werden Trafostationen bis 80 Tonnen inklusive komplettem Elektroausbau. Durchschnittlich fließen rund 180 Arbeitsstunden in die Fertigung einer Trafostation, bis sie versandfertig ist. Schon vor der Wende wurden hier Beton und Betonfertig­teile produziert. Die heutigen Hallen entstanden nach 1990. Zu Beginn wurden auch Garagen hergestellt.

Anfang der 2000er Jahre folgten Investitionen in den erweiterten Einsatz von Betonschalungen für Kompaktstationen. 2010 wurde eine neue Produktions­halle mit rund 4200 Quadratmetern errichtet. Großformatige Monitore stellen Auftragsdaten und Arbeitsschritte transparent dar. Rückmeldungen können direkt erfasst werden und verbessern die Steuerung der Abläufe.

Arnstädter Standort erzielt 55 Millionen Euro Jahresumsatz

„Umschalten auf die Zukunft“ lautet das Motto von Scheidt, das seinen Hauptsitz in Rinteln/Niedersachsen hat, ein weiteres Werk in Hoyerswerda betreibt, aber am Arnstädter Standort mit 55 Millionen Euro den größten Jahresumsatz erwirtschaftet. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 450 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von 140 Millionen Euro. Von jährlich 4000 Trafostationen werden 1500 in Arnstadt gebaut.

Mehr Themen aus dem Ilm-Kreis

Trafostationen sind wichtige Knotenpunkte im Stromnetz. Sie wandeln Mittelspannung in die benötigte Niederspannung um und sichern so die zuverlässige Stromversorgung für Industrieanlagen, Ladestationen, Solarparks und andere großflächige Anwendungen.

Die Geschäftsführerin führte unter den Klängen von Michael Jackson tanzend die Belegschaft aus der Halle ins Freie, wo sie sich zu einer 30 formierten. Und dann, als die Drohne über ihren Köpfen flog, war Macarena-Time. Anschließend gab es Essen und Trinken, auch der Eiswagen stand parat.