Die letzten Nadelwerker
Peter Keyßner (61) aus Erfurt: Ich bin seit 45 Jahren im Nadelwerk beschäftigt. Ich bin gelernter Mechaniker und arbeite als Maschineneinrichter. Das Ende unserer Firma war für uns leider abzusehen. Über Jahre wurde nichts investiert, frei werdende Stellen wurden nicht nachbesetzt. Natürlich ist es dann aber trotzdem ein Schock, wenn man die Kündigung in der Hand hält. Wie es für mich beruflich weitergeht, weiß ich momentan noch nicht.© Funke Medien Thüringen | Britt Mandler
Die letzten Nadelwerker
Julia Kuhles (54) aus Arnstadt: Ich habe im Jahr 2019 gemeinsam mit meinem Mann im Nadelwerk angefangen. Ich arbeite meistens in der Galvanik und habe es zu schätzen gelernt, wie abwechslungsreich die Arbeit hier ist. Ich fange langsam an, neue Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen. Mal schauen, wohin mich mein Weg führt. Denn eine gelernte Nadelwerkerin bin ich im Gegensatz zu meinen Kollegen eigentlich nicht. Ich bin von Haus aus Zootechnikingenieurin.© Funke Medien Thüringen | Britt Mandler
Die letzten Nadelwerker
Bernd Obst (57) aus Rudisleben: Ich bin schon seit 1986 im Unternehmen, habe im Nadelwerk meine Lehre gemacht und hier mein gesamtes Berufsleben verbracht. Zum Schluss habe ich als Qualitätsmanagement-Beauftragter gearbeitet. Das Chirurgische Nadelwerk in Ichtershausen ist leider nicht alleine betroffen. Unser Mutterwerk schließt alle fünf Standorte in Deutschland. Ich werde mir wie alle anderen auch nun eine neue Stelle suchen müssen.© Funke Medien Thüringen | Britt Mandler
Die letzten Nadelwerker
Bärbel Urbach (62) aus Ichtershausen: Ich habe 1980 meine Lehre beim Nadelwerk begonnen. 1996 bin ich, wie viele andere Kollegen, schon einmal entlassen worden. Ich habe mich damals beruflich umorientiert, bin 2003 aber zurückgekehrt. Ich habe zuletzt im Sekretariat Einkauf gearbeitet. Viele von uns müssen das endgültige Aus erst mal sacken lassen, ehe wir darüber nachdenken können, wie es weitergeht.© Funke Medien Thüringen | Britt Mandler