„Die Sonderausstellung hat unsere Erwartungen beim Publikumszuspruch und beim Interesse an den Exponaten und Experimenten übertroffen. Wir können die Schau mit allem Drum und Dran als einen Riesenerfolg verbuchen“, zog Carmen Rux, Leiterin des Thermometermuseums in Geraberg, Bilanz.

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Am letzten Ausstellungstag kamen die Schüler der Klasse sieben der Regelschule Geraberg zu Besuch. Mit ihrem Exkursionsauftrag in den Händen ließen sie sich von Carmen Rux durch die Ausstellung führen.

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Guerickes Magdeburger Halbkugeln zeigen Kraft des Luftdrucks

In zwei kurzweiligen Unterrichtsstunden außerhalb des Klassenzimmers erfuhren die Schüler, womit Otto von Guericke seine Zeitgenossen im 17. Jahrhundert in Erstaunen versetzte. Die übersichtlich gestalteten Ausstellungstexte vermittelten das nötige Hintergrundwissen. Besonders anschaulich wurde das Wissen bei den Experimenten.

Mit seinem berühmten Versuch mit den Magdeburger Halbkugeln demonstrierte Guericke eindrucksvoll die Wirkung des Luftdrucks. Nachdem die Luft zwischen zwei zusammengefügten Halbkugeln weitgehend abgepumpt worden war, sorgte der äußere Luftdruck dafür, dass sie fest zusammengepresst wurden. Der Versuch veranschaulichte damit, welche erheblichen Kräfte durch Druckunterschiede entstehen können.

Thermometermuseum Geraberg
Chris Bohlem und Juliane Koch von der TU Ilmenau demonstrierten die Funktionsweise einer „Windbüchse“. Sie schießt ein Gummiprojektil mit einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde auf eine Zielscheibe.© Karl-Heinz Veit | Karl-Heinz Veit

Schaumküsse blähen sich im Vakuum-Experiment auf

„Wisst ihr, was ein Vakuum ist?“, fragte Carmen Rux. Beim Blick auf den Versuchsaufbau ahnten die Schüler bereits die Antwort. „Die Schaumküsse im Behälter werden sich aufblähen“, meinte ein Schüler.

Schon setzte sich die Vakuumpumpe in Gang, und die Schaumküsse blähten sich sichtbar auf. Als anschließend wieder Luft in den Behälter strömte und sich der Druck ausglich, fielen die Schaumküsse in sich zusammen. Experiment gelungen!

Welche Kräfte durch Druckunterschiede entstehen können, erlebten die Schüler anschließend bei zwei weiteren Versuchen auf der Museumsterrasse. Chris Bohlem und Juliane Koch von der TU Ilmenau demonstrierten die Funktionsweise einer „Windbüchse“. Sie schießt ein Gummiprojektil mit einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde auf eine Zielscheibe.

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Druckluftzylinder hebt Sitzbank samt Publikum an

Im zweiten Experiment wurde die Hebekraft eines vergleichsweise kleinen Druckluftzylinders demonstriert. Nahezu geräuschlos hob der Zylinder eine Sitzbank an, auf der Nico und Ard Platz genommen hatten. Für einen Moment schwebten die beiden über dem Boden.

Applaus gab es auch von Schulleiterin Edeltraud Awick, Ortsteilbürgermeister Detlef Bräuning, Bürgermeister Dominik Straube und Melanie Rudolph von der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau. Sie waren an diesem Morgen gekommen, um Museumsleiterin Rux und allen ihren Helfern für die Sonderausstellung zu danken.

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Mehr als 800 Besucher

„Wir haben mehr als 800 Ausstellungsgäste gezählt. Was uns besonders freute, waren die Schulklassen, die wir täglich als wissbegierige Besucher hier hatten“, sagte Carmen Rux. Zum Erfolg der Sonderausstellung hätten zahlreiche Partner und Unterstützer beigetragen. Dazu gehörten die Freunde aus Magdeburg von der Guericke-Gesellschaft und der Universität sowie die Technische Universität Ilmenau mit acht Doktoranden, die die Experimente im Außenbereich betreuten.

Unterstützung kam außerdem vom Freistaat Thüringen, der Sparkasse, dem Schulförderverein und der Gemeinde. Die finanzielle Förderung habe es unter anderem ermöglicht, dass die Schüler die Ausstellung kostenlos besuchen konnten.