Der SV 90 Gräfenroda war Gastgeber für die Thüringer Landesmeisterschaften der Kinder, Schüler und Jugend. „Über 70 Sportler nahmen teil. Das war neuer Teilnehmerrekord“, berichtet Trainer Rene Holtmann. Für die Gastgeber bedeutete das viel Organisationsaufwand: Halle, Pokale, Urkunden und Verpflegung mussten vorbereitet werden.
Teilnehmerrekord und zwölf Goldmedaillen für Gräfenroda
Über 250 Besucher erlebten spannende Wettkämpfe und erfolgreiche Gräfenrodaer. Zwölf Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen wurden durch die 30 Teilnehmer der Gewichtheber-Gemeinschaft Gräfenroda-Leipzig gewonnen. Die von Patrick Rhein, dem Vater von Moritz Leonhardt, liebevoll gestalteten Pokale im 3D‑Druck mit der Gräfenrodaer Bogenbrücke als Motiv waren ein weiteres Highlight.
Für die jungen Sportler stand ein Mehrkampf auf dem Programm, der neben den klassischen Heberdisziplinen Reißen und Stoßen auch die athletischen Disziplinen Schlussdreisprung, Kugelschocken und Sternlauf enthielt. Die Jahrgänge 2019 und jünger absolvierten nur die athletischen Disziplinen. Durch Hildegart Biewendt und Hannes Leonhardt gab es gleich zweimal Gold für den SV 90.
Fritz Geuther hebt mehr als sein eigenes Körpergewicht
Oliver Nell, der Trainer der Leipziger Sportler, hatte den für den SV 90 startenden Fritz Geuther im Jahrgang 2017/18 hervorragend vorbereitet. Der nur 25 Kilogramm schwere Fritz konnte mit 29 Kilogramm im Stoßen mehr als sein eigenes Körpergewicht zur Hochstrecke bringen. Er gewann nicht nur seinen Jahrgang, sondern war auch bester Teilnehmer der Jahrgänge 2015 und jünger.

Im Jahrgang 2016 weiblich war Amelia Steinberg nicht zu schlagen. Sie gewann mit einem sehr guten Ergebnis im Kugelschocken von 6,31 Metern. Im Jahrgang 2015 holte sich Anton Geuther den Titel. Auch er konnte fünf Kilogramm mehr als sein eigenes Körpergewicht im Stoßen zur Hochstrecke bringen.
Spannende Duelle und eine Norm für die Deutschen Meisterschaften
Bei den Mädchen des Jahrgangs 2014 lieferten sich die Gräfenrodaerinnen Greta Pelz und Elly Jane Zeßin einen starken Zweikampf. Elly steigerte ihre Bestleistungen um fünf Kilogramm und wurde Zweite hinter Greta.

Täglich
Der Newsletter für den Ilm-Kreis
Alle wichtigen Informationen aus dem Ilm-Kreis, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Auch im Jahrgang 2012 gab es einen spannenden Wettkampf zwischen Jaroslava Savenko, die alle drei athletischen Disziplinen gewann, und Mathilda Seifert. Dieser gelangen im Reißen erstmals 45 und im Stoßen 60 Kilogramm. Damit gewann sie knapp den Titel und schaffte damit zugleich die Norm für die Deutschen Meisterschaften im Nachwuchs.
Bei den Jungen des Jahrgangs 2012 steigerte sich Moritz Leonhardt gewaltig. Er verbesserte seine Bestleistungen um zwölf Kilogramm auf 79 Kilogramm im Reißen und 94 Kilogramm im Stoßen und freute sich riesig über die Goldmedaille. Im Kugelschocken glänzte er mit 15,16 Metern. Ronja Ritzmann erkämpfte sich Gold im Jahrgang 2011 weiblich.
SV 90 Gräfenroda siegt beim Auftakt gegen Suhl-Schleusingen
Die Jahrgänge 2009/2010 wurden gemeinsam gewertet. Lotta Frank siegte mit 59 beziehungsweise 70 Kilogramm in der Gewichtsklasse bis 58 Kilogramm in der Jugend und wurde Jahrgangsbeste im Jahrgang 2009 weiblich. Mia Pabst siegte mit 48 beziehungsweise 58 Kilogramm in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm und wurde Jahrgangsbeste im Jahrgang 2010. Kheda Dudorkhanova gewann die Gewichtsklasse über 77 Kilogramm.
Kurz darauf erfolgte dann der Start in die neue Saison der zweiten Gewichtheber-Bundesliga. Los ging es in Schleusingen mit dem Thüringen-Derby gegen das Thüringer Athletenteam Suhl-Schleusingen. Mit 3:0 setzte sich der SV 90 Gräfenroda souverän durch. Vor rund 60 Zuschauern setzte sich Gräfenroda mit 575,00:412,60 Relativpunkten durch.
Souveräner Bundesliga-Auftakt trotz prominenter Ausfälle
Dabei waren die Vorzeichen für das Team aus dem Geratal alles andere als optimal. „Wir mussten auf absolute Leistungsträger verzichten: Arc Pfeiffer fehlte aufgrund seiner Nominierung für die Europameisterschaft der Junioren, während Top-Heberin Franziska Erbert verletzungsbedingt passen musste. Dass der SV 90 diese herben Ausfälle zweier Punktegaranten so bravourös kompensieren konnte, unterstreicht die enorme Tiefe und Qualität des Kaders“, so Rene Holtmann.
Bereits in der ersten Teildisziplin, dem Reißen, untermauerten die Gäste ihre Ambitionen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherte sich der SV 90 mit 222,00:159,30 Punkten den ersten Tabellenpunkt. Dabei war der Kampf in Gruppe 1 mit 96:91 Punkten durchaus ausgeglichen. Lydia Eschrich gelangen 50 Kilogramm, Lotta Frank schaffte drei gültige und 60 Kilogramm im letzten und Angelina Stenzel zeigte nur im zweiten Versuch eine kleine Schwäche, die sie im letzten mit 61 Kilogramm ausglich.
In Gruppe 2 gab es eine Schrecksekunde, als Simona Jerabkova, der vor einer Woche in der tschechischen Liga noch 94 Kilogramm gelungen waren, diesmal nur 87 Kilogramm schaffte. Aber es gab ja noch Carina Gerlach und Jakub Bartecek, die ihre Routine zeigten und 60 beziehungsweise 141 Kilogramm in die Wertung brachten.
Jakub Bartecek glänzt mit 327 Kilogramm im Zweikampf
Auch im anschließenden Stoßen ließen die Gräfenrodaer nichts anbrennen und bauten ihren Vorsprung mit 353,00:253,30 Punkten weiter aus. Hier meisterte Lydia Eschrich 64 Kilogramm, Lotta Frank 74 Kilogramm und Carina Gerlach 70 Kilogramm.
Herausragender Heber des gesamten Abends war Jakub Bartecek. Mit einer bärenstarken Leistung von 141 Kilogramm im Reißen und grandiosen 186 Kilogramm im Stoßen (327 kg im Zweikampf) steuerte er phänomenale 130,00 Relativpunkte zum Gesamtsieg bei. Ebenfalls in glänzender Frühform präsentierte sich Top-Heberin Simona Jerábková, die mit glatten 200 Kilogramm im Zweikampf (87 Kilogramm / 113 Kilogramm) starke 120,00 Punkte beisteuerte. Auch Angelina Stenzel knackte mit 103,00 Punkten (144 Kilogramm im Zweikampf) und 83 Kilogramm im Stoßen die magische Hunderter-Marke.
Lesen Sie auch
Lesen Sie auch
Folgerichtig bedeutete das auch den klaren Gesamtsieg im Zweikampf mit 575 zu 412,60 Relativpunkten. Zudem übernahmen die Gräfenrodaer gleich mal die Tabellenspitze.










