„Zeichen und Wunder“ heißen die Frankenhäuser Festspiele, die wie die Thüringer Landesausstellung im Panorama-Museum, die Sonderausstellung im Regionalmuseum, zahlreiche Konzerte und Aufführungen oder die Schlacht am Berg zu den Veranstaltungen im Gedenkjahr 500 Jahre Bauernschlacht in Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis) gehören.
Was hat es mit „Zeichen und Wunder“ auf sich? Damit können derzeit wohl noch die wenigsten etwas anfangen. Doch das ändert sich nun.
„Der Überlieferung nach erschien am 15. Mai 1525 ein ‚Wunderzeichen‘ am Himmel über Frankenhausen – ein Regenbogen. Er gab den Aufständischen im Bauernkrieg Hoffnung. Sie kämpften für ein freies und faires Zusammenleben“, erklärt der Leiter der Frankenhäuser Festspiele, Janek Müller.
Die Forderungen blieben allerdings unerhört. In der Schlacht im Mai 1525 unterlagen die Aufständischen bekanntermaßen dem übermächtigen Fürstenheer.
500 Jahre später laden die Frankenhäuser Festspiele „Zeichen und Wunder“ ein, „den Frühsommer in der geschichtsträchtigen Landschaft am Südrand des Kyffhäusergebirges zu verbringen. Zwischen Stadt und Berg, zwischen Natur, Kultur und Landwirtschaft geht‘s ums Mitmachen und Ausprobieren, ums Erkunden und Entspannen, um Gemeinsamkeit und Austausch“, verrät Müller, der gebürtiger Frankenhäuser ist und seit zwei Jahren die Veranstaltungen zum Gedenkjahr mit organisiert.
Die Frankenhäuser Festspiele finden ab 24. Mai jeweils an den Wochenenden bis zu den Sommerferien statt. Eine „Wiesenküche“ unter freiem Himmel soll dabei das mobile Festspielzentrum und Ort für Gespräche, kleine Konzerte und Darbietungen sein, so der Festspielleiter.
Friedliches Bürgerpicknick auf dem Schlachtberg
Den Auftakt der Festspiele bildet ein so genanntes Bürgerpicknick am 24. Mai von 14 bis 17 Uhr im Obstsortengarten am Schlachtberg. „Anlässlich von 500 Jahre Bauernkrieg geht es um das Gemeinsame. Um das Ausprobieren und Mitmachen“, erklärt Müller. Für das leibliche Wohl sorgen Erzeuger aus der Region, für die Kultur der Chor des Kyffhäuser-Gymnasiums sowie Schauspieler, Musiker und Künstler. Der Eintritt ist frei, Picknickkörbe, gefüllt mit regionalen Spezialitäten, können zum Preis von 15 Euro erworben werden.
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Bereits am Freitag nach Himmelfahrt (30. Mai) startet mit der „Fadenwerkstatt“ und den Künstlerinnen Astrid Queck, Anne Pruy und Karo Kollwitz am Obstsortengarten ein mehrtägiger Kreativworkshop. Bis zum 1. Juni geht es dabei um Schafe, Wolle und das Spinnen. Um Anmeldung unter info@frankenhaeuser-festspiele.de wird gebeten.
Bodenreform und „Insektenwunderakademie“
Auf die Spuren der Bodenreform führt eine Wanderung am 31. Mai. Start ist am Regionalmuseum, die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Auch für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung unter info@frankenhaeuser-festspiele.de erforderlich.

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Über das Pfingstwochenende 6. bis 9. Juni startet mit der „Insektenwunderakademie“ ein kreativer Kunst-Workshop mit Torsten Blume und jungen Gestalterinnen und Gestaltern der Hochschule Anhalt Dessau. „Weit über das Mittelalter hinaus waren Marienkäfer Glückssymbole, Grillen willkommene Hausgäste. Alte Bauernregeln künden bis heute davon, wie genau die Menschen Insekten beobachteten und von ihrer Bedeutung für die Landwirtschaft wussten“, wirbt Janek Müller für das Event, das sich an alle richtet, die wissbegierig sind und gerne gestalten. Anmeldung unter info@frankenhauser-festspiele.de
Eröffnet wird das Gedenkjahr in Bad Frankenhausen am 10. Mai mit dem Beginn der Thüringer Landesausstellung sowie der Sonderausstellung der Stadt.




