Wie sind im 21. Jahrhundert die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der ländlichen Räume zu bewältigen? Wie können, als gemeinsamer Prozess von Stadt und Land, die ländlichen Räume als Orte der Zukunft und der Offenheit gestaltet werden? Und wie müssten, unter zeitgemäßem Bezug, Forderungen „widerständiger Landbewohner“ heute aussehen?

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Diese Fragen werden im Rahmen der Tagung „500 Jahre Bauernkrieg. Utopien eines guten Lebens im ländlichen Raum“ an diesem Freitag und Samstag in Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis) diskutiert. Dazu wird der Blick kurz auf die historischen Ereignisse von 1525 gerichtet, ehe nach vorn geschaut wird. Die Tagung findet im Rahmen der „Frankenhäuser Festspiele“ statt, Veranstalter ist der Heimatbund Thüringen. Dessen Geschäftsführer Hand-Peter Schmit freut sich auf eine lebhafte und fruchtbare Diskussion.

Historikerin als Tagungsgast erwartet

Mehr Themen aus dem Kyffhäuserkreis:

Als Gast wird die international bekannte Historikerin Lyndal Roper (Oxford) erwartet. Die gebürtige Australierin gilt als eine der besten Kennerinnen des Bauernkriegs. Für ihr aktuelles Buch zum Bauernkrieg „Für die Freiheit“ hat sie fast alle Bauernkriegsschauplätze erwandert.

Auftakt der Tagung ist eine Gesprächswanderung von der historischen Innenstadt Bad Frankenhausens über den Schlachtberg zum Panorama-Museum. Ein gemeinsames Abendessen mit der Streuobstwiesen-Küche der Frankenhäuser Festspiele beschließt den ersten Tagungstag und gibt Gelegenheit zu Diskussion.

Drängende aktuelle Fragen des ländlichen Raums

Am zweiten Tag stehen drängende aktuelle Fragen des ländlichen Raums im Fokus. Lyndal Roper fragt nach der Aktualität der Bauernkriegsforderungen. Johannes Wallacher blickt auf die ethischen Perspektiven der globalen Landnutzung. Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Biodiversität werden dabei wichtige Themenfelder sein. Bei Hartmut Berndt geht es um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen für den ländlichen Raum rund um Klima, Boden und soziale Konflikte.

Am Samstagnachmittag werden die Themen in Diskussionsrunden vertieft. Kann man aus den Forderungen der Bauern für heute etwas lernen? Wem gehört der Boden? Was passiert, wenn Großkonzerne Agrarflächen aufkaufen? Und was muss sich ändern, damit der ländliche Raum zu einem Zukunftsraum wird?

Für die Tagung wird ein Tagungsbeitrag von 50 Euro (Studierende 20 Euro) erhoben. Dieser beinhaltet auch die Versorgung am Freitagabend und das Mittagessen am Samstag. Anmeldungen: Heimatbund Thüringen, Telefon 036458/6 336 77, oder per E-Mail an Hans-Peter.Schmit@Heimatbund-Thueringen.de

red