Wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln ist ein Fliesenleger aus dem Kyffhäuserkreis zu einer Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro (45 Tagessätze zu je 60 Euro) verurteilt worden. Die Polizei hatte im Gewächshaus seiner Eltern 22 Cannabispflanzen entdeckt.

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Auf die Spur waren ihm die Beamten gekommen, weil sie in einem anderen Fall das Handy eines 24-Jährigen beschlagnahmt und ausgewertet hatten. Der Mann, der ursprünglich aus dem Kyffhäuserkreis stammt, aber zwei Jahre lang obdachlos im Stadtgebiet von Nordhausen lebte, war in den Fokus der Polizei geraten.
Über einen Zeitraum von mehreren Monaten soll er Cannabis verkauft haben, um seinen eigenen Konsum zu finanzieren. Insgesamt 52 Fälle hatte man ihm in einem Prozess am Sondershäuser Amtsgericht zur Last gelegt, in denen er zwischen einem und 15 Gramm Cannabis veräußert haben soll. Den 24-Jährigen, der inzwischen eine Freundin hat und Vater wird, verurteilte das Gericht zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Monaten, ausgesetzt zur Bewährung. Zudem muss er Wertersatz in Höhe von 1685 Euro und 100 Sozialstunden leisten.
Polizei entdeckt Cannabis-Plantage dank Handyfotos
Während des Ermittlungsverfahrens gegen den gelernten Verfahrenstechniker sind eben auch Bilder von dem besagten Gewächshaus auf dem Handy gefunden worden. Den Standort konnte die Polizei schnell ermitteln und klingelte also beim nächsten Beschuldigten mit einem Hausdurchsuchungsbeschluss.
Dass die Pflanzen so ergiebig wachsen würden, das hatte sich der junge Mann nicht vorstellen können, so seine Begründung. Er habe gesundheitliche Einschränkungen und wollte das Cannabis zur Schmerzlinderung einsetzen. Nun machte die Polizei den Ernteplänen allerdings einen Strich durch die Rechnung.




