Am 8. April sind es genau sechs Tage, seit denen vom 72-jährigen Senior, Herrn K. , im Kyffhäuserkreis jedes Lebenszeichen fehlt. Seit Karfreitag läuft eine große Suche nach einem Mann, dessen offenbar verunfalltes Fahrzeug auf der Landstraße L1016 zwischen den Orten Keula und Friedrichsrode gefunden wurde. Mittwochnachmittag sagte Kevin Clemen, Polizeisprecher der Landespolizeiinspektion Nordhausen, dass es nach wie vor keine Spur von dem Vermissten gebe.  

Drohnen- und Rettungshundestaffel helfen bei Suche

Schon seit Freitagfrüh habe man nach dem Vermissten gesucht. Mitten in der Nacht auf Karfreitag soll das Fahrzeug, das gegen ein Verkehrsschild geprallt sein soll, zuerst aufgefallen sein. Wie es zu dem vermeintlichen Unfall kam, ob möglicherweise ein medizinischer Notfall dahinter steckt, ist bislang genauso unklar wie der Aufenthaltsort des Mannes.

Über Karfreitag und Ostern erstreckten sich die umfangreichen Suchmaßnahmen. Noch am Freitag ging eine Öffentlichkeitsfahndung online. Bisher half das alles nichts. Der gesuchte 72-Jährige hat nach Polizeiangaben eine kräftige Statur und ist etwa 1.70 Meter groß. Er trage eine Jeans und schwarze Turnschuhe, hieß es in der Fahndung.

Im Einsatz war unter anderem die Drohnenstaffel Kyffhäuserland mit zwei ihrer Drohnen. Gegen 10 Uhr am Freitagvormittag wurden sie alarmiert, erinnert sich Drohnenpilotin und stellvertretende Hachelbicher Wehrführerin Julia Noffke-Engel an den Einsatz. Mit sechs Helfern habe man die zum Teil waldreiche Umgebung im westlichen Kyffhäuserkreis acht Stunden lang abgesucht. Einfach war die Personensuche per Drohne nicht. Das baumreiche und unebene Gelände bot Herausforderungen für eine Suche mit Drohne. Die Konsequenz: Man musste höher fliegen als üblich. Allerdings spielte den Einsatzkräften laut Noffke-Engel die derzeitige Vegetation wiederum in die Karten.

Eichsfelder Polizeikräfte prüfen Adressen

Da etlichen Bäumen noch ein Blätterkleid fehlte, hatte man den Blick durch die Bäume hindurch bis zum Boden. Mit der professionellen Technik der Drohnenstaffel aus dem Kyffhäuserland lassen sich sogar kleinste Temperaturunterschiede bei einem Handabdruck nachvollziehen. Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit hätte man auch den Vermissten mit der Technik finden können, wenn er dort umher gelaufen wäre, schätzte Noffke-Engel. Zu den Helfern zählte außerdem die Rettungshundestaffel „Teamdogs“ aus dem Eichsfeld.

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Gesucht wurde der Mann im Bereich Keula, in umliegenden Orten, Wald und Flur. Bereits am ersten Tag des Verschwindens waren laut Clemen zusätzlich ein Fährtenspürhund, ein Personenspürhund sowie ein Polizeihubschrauber und später auch die Polizeidrohne im Einsatz. Involviert waren neben einem Einsatzzug der Landespolizeiinspektion Nordhausen mit rund 30 Kräften auch Polizisten aus dem Kyffhäuserkreis, Unstrut-Hainich-Kreis, Bad Langensalza sowie der Kriminaldauerdienst. Auch die Polizei im Eichsfeld hat die Suche nach dem Vermissten unterstützt – laut Clemen wurden durch diese Beamten „Kontaktadressen abgeprüft“.

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Am Nachmittag des Karfreitags war zudem die Freiwillige Feuerwehr Holzthaleben im Einsatz. An der Suche selbst waren die Feuerwehrleute zwar nicht beteiligt, aber sie wurden von der Leitstelle hinzugerufen, weil das Auto des Vermissten bei einem mutmaßlich vorausgegangenen Unfall mit einem Verkehrsschild kollidierte. Dieses Schild entfernten die Einsatzkräfte, teilte Holzthalebens Wehrleiter Heiko Schmidt auf Nachfrage mit.

Am Karsamstag wurde laut Polizeisprecher Kevin Clemen nochmals mit Polizeihund und mit Rettungshundestaffel gesucht. Auch ein ortskundiger Jagdpächter sei für die Suche rund um Keula mit eingebunden gewesen. Ostersonntag wurde die Gegend nochmals mit Fährtenspür- und einem Personensuchhund abgesucht. Wieder konnte laut Polizei kein Hinweis auf den Verbleib des Vermissten gefunden werden. Die Kripo ermittelt nun weiter. Noch immer hofft man, den Mann wohlbehalten zu finden.

Wer Hinweise zum Aufenthaltsort des 72-Jährigen geben kann, kann sich telefonisch bei der Polizeiinspektion Kyffhäuser unter der Telefonnummer 0361 57 43 65 100 melden.