Senioren im Alter von über 65 Jahren waren 2025 im Kyffhäuserkreis häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt als ein Jahr davor. Während die Unfallzahlen für Nordthüringen insgesamt um drei Prozent gestiegen sind, nahm die Zahl der Unfälle mit älteren Verkehrsteilnehmern um sechs Prozent zu. Das geht aus der jetzt vorliegenden Unfallstatistik der Polizeidirektion in Nordhausen hervor, die für die Landkreise Nordhausen, den Kyffhäuserkreis sowie das Eichsfeld und den Unstrut-Hainich-Kreis zuständig ist.

Zahl der Toten bei Unfällen mit Älteren hat sich verdoppelt

Wenn Senioren in Crashs verwickelt sind, hat das oft auch schlimme Folgen. Bei den insgesamt 2092 Unfällen in Nordthüringen, an denen Ältere beteiligt waren, wurden sechs Menschen getötet. Das waren doppelt so viele wie im Jahr 2024. Drei der Unfallopfer waren selbst im Alter von über 65 Jahren. Zwei der Senioren, die 2025 an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstorben sind, hatten diesen selbst verursacht.

Vorfahrtsfehler sorgen für die meisten Crashs

Die häufigsten Ursachen, warum es gekracht hat, sind bei den Senioren die gleichen, wie bei den Unfallverursachern aus anderen Altersgruppen. Ganz oben auf der Rangliste stehen Vorfahrtsfehler. Häufig führt auch unangepasste Geschwindigkeit zu Unfällen, die von Älteren verursacht werden. Nicht selten trifft es auch Fußgänger, wenn Senioren Unfälle bauen.

Statistische Schadensuhr 2025

Im Bereich der Landespolizeiinspektion Nordhausen gab es:

  • ca. alle 62 Minuten einen durch die Polizei aufgenommenen Verkehrsunfall
  • ca. alle 4,5 Stunden einen Verkehrsunfall mit Unfallflucht
  • ca. alle 7,4 Stunden einen Verunglückten (Verletzte und Tote)
  • ca. alle 9,5 Stunden einen Verkehrsunfall mit Personenschaden
  • ca. alle 11 Stunden einen Verkehrsunfall innerhalb von Ortslagen
  • ca. alle 15 Stunden einen Verkehrsunfall mit Personenschaden innerorts
  • ca. alle 20 Stunden einen Verkehrsunfall außerhalb von Ortschaften
  • ca. alle 26 Stunden einen Verkehrsunfall mit Personenschaden außerorts
  • ca. alle 42 Stunden einen verunglückten Senior (ab 65 Jahre)
  • ca. alle 76 Stunden eine verunglückte Person (18 bis 25-Jährige)
  • ca. alle 35 Stunden einen verunglückten Mofa-, Krad- und Mitfahrer
  • ca. alle 1,7 Tage einen verunglückten Radfahrer
  • ca. alle 3 Tage einen Verkehrsunfall unter Alkohol
  • ca. alle 3,5 Tage ein verunglücktes Kind (bis unter 15 Jahre)
  • ca. alle 4,5 Tage einen verunglückten Fußgänger
  • ca. alle 26 Tage einen Verkehrsunfall mit Getöteten
  • ca. alle 5,5 Tage einen Verkehrsunfall unter Drogen
  • ca. alle 40,5 Tage einen Verkehrsunfall mit getöteten Personen außerorts
  • ca. alle 73 Tage ein verunglücktes Kind auf dem Schulweg
  • ca. alle 73 Tage einen Verkehrsunfall mit getöteten Personen innerorts

Deutlich seltener als die Senioren sind junge Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 in Unfälle auf den Straßen im Kyffhäuserkreis verwickelt. 2025 wurden 1433 Unfälle mit Beteiligten aus dieser Altersgruppe gezählt. Das sind immerhin auch 4,6 Prozent mehr als 2024. 1029 Crashs haben die jungen Fahrer selbst verursacht.

Junge Fahrer verursachen weniger Unfälle

Drei Todesopfer forderten 2025 in Nordthüringen auch die Unfälle, an denen Jugendliche beteiligt waren. Zwei Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren wurden getötet, 2024 gab es in dieser Altersgruppe keinen einzigen Unfalltoten. Auch wenn diese tragischen Fälle zu beklagen sind, gab es 2025 fast zehn Prozent weniger Personenschäden bei Unfällen, in die junge Fahrer verwickelt waren.

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Anders als bei den Älteren ist zu hohe Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer 1 bei den jungen Fahrern. Außerdem fahren sie häufig zu dicht auf die vor ihnen fahrenden Autos auf, bis es dann kracht. Eine Ursache, die bei den Unfallfahrern über 65 Jahren kaum festgestellt wurde, zählt bei den Jüngeren zu den häufigsten: Fahren unter Drogeneinwirkung.