Knapp eine halbe Million Euro erhält der Förderverein „Hohe Schrecke – alter Wald mit Zukunft“. Als dieser Tage der Fördermittelbescheid den Verein im Kyffhäuserkreis erreichte, waren Vereinsvorsitzende Dagmar Dittmer und ihre Stellvertreterin, An der Schmückes Bürgermeisterin Silvana Schäffer (CDU) aus dem Häuschen.

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Die Zuwendung soll jedoch nicht in neue Besuchereinrichtungen in dem bei Wanderern und Tagesausflüglern beliebten Höhenzug mit der Hängeseilbrücke im Kyffhäuserkreis fließen: „Die Beschilderung der Wanderwege ist auf dem neuesten Stand, die Wege sind gepflegt“, stellt Dittmer klar.
Die Summe soll in ein Konzept zur Entwicklung der Schrecke-Region als attraktiver Wohnstandort investiert werden, klären die Vereinschefinnen auf. Das sei „wie ein Lottogewinn“, meint Silvana Schäffer mit Blick allein auf das Gebäude- und Flächenkataster zur systematischen Erfassung von Leerständen und innerörtlichen Entwicklungspotenzialen, das im Zuge der Maßnahme erstellt werden soll. „Sowas würden wir sonst nie erhalten, das könnten wir uns gar nicht leisten.“
Bundesförderung stärkt neue Nutzungskonzepte in der Schrecke-Region
Das Geld zur Finanzierung stammt aus dem Bundesprogramm ‚RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung‘ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, für das die stellvertretende Vereinsvorsitzende das Projekt anmeldete, das als eines von zwölf und einziges aus Thüringen überraschend in die neue Förderrunde kam. Das Programm unterstützt etwa Konzepte zur Energiewende, zur Fachkräftesicherung, zur Flächenentwicklung oder Stärkung der Daseinsvorsorge. „Unser Projekt hat zum Ziel, die Schrecke-Region als Lebens- und Wohnraum weiterzuentwickeln“, erklärt Schäffer.
In dessen Fokus stünde der Umgang mit Leerstand und ungenutzte Flächen sowie die Frage, wie trotz rückläufiger Bevölkerungszahl „durch kreative und tragfähige Ideen die sinnvolle Nutzung vorhandener Potenziale“ gelinge. Dabei solle es nicht nur um kommunale, sondern auch um private Gebäude gehen, die gerade im ländlichen Raum auf absehbare Zeit oft eine nachfolgende Nutzung suchen. Die einzigartige Baukultur der Region sichtbar zu machen und als wertvolles Erbe zu bewahren, sei ein weiterer Aspekt.
Förderverein setzt auf Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung
Der Höhenzug Hohe Schrecke ist ein rund 7000 Hektar umfassendes geschütztes Waldgebiet in Nordthüringen (Kyffhäuserkreis, Landkreis Sömmerda) und Sachsen-Anhalt (Burgenlandkreis). Ziel des 2008 gegründeten Fördervereins sind gleichermaßen die naturschutzorientierte sowie wirtschaftliche Entwicklung der Schrecke-Region.
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In dem dreijährigen Förderzeitraum soll neben der Erstellung des Flächenkatasters auch die Daseinsvorsorge analysiert, zielgruppenspezifische Strategien für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen entwickelt sowie unter Beteiligung der Öffentlichkeit konkrete Handlungsempfehlungen für Baukulturleitlinien zur Belebung und Umnutzung bestehender Gebäude erarbeitet werden.




