Mit der Einweihung der neuen Sumpfbachbrücke in Niederspier hat die Landgemeinde Greußen ein lange überfälliges Infrastrukturprojekt abgeschlossen. Bürgermeister Torsten Abicht (parteilos) gab bei der Eröffnung Ende Mai einen Rückblick auf ein Vorhaben, das ohne Landesförderung schlicht nicht möglich gewesen wäre.

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„Das geht nur mit Fördermitteln“, ordnete Abicht das Erreichte ein. Von den Gesamtkosten in Höhe von 297.000 Euro kamen rund 270.000 Euro aus Mitteln des Freistaates Thüringen. Die Landgemeinde musste dadurch nur einen vergleichsweise kleinen Eigenanteil aufbringen.

Gebaut wurde zügig: Nach dem Baustart am 9. März stand die Brücke aus Betonfertigteilen binnen weniger Wochen. „Wenn alle Bauteile fertig sind, dann geht es schnell“, meint Robert Grüning von der Bauverwaltung der Stadt Greußen. Die alte Natursteinbrücke war schon seit Jahren ein Problemfall. Zuletzt war sie nur noch für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zugelassen gewesen, nachdem sie bei einer Prüfung die schlechteste Note erhalten und als einsturzgefährdet gegolten hatte. Weitere Sicherungsmaßnahmen seien schlicht nicht mehr möglich gewesen, betonte Bürgermeister Abicht.

Marode Brücken in der Landgemeinde Greußen
Einige Brücken in der Landgemeinde Greußen sind so marode, dass Einsturzgefahr besteht. Dazu gehörte bislang die Brücke über den Sumpfbach in Niederspier.© Funke Medien Gruppe | Timo Götz

Für die Landwirte in der Umgebung bringt die Neueröffnung eine spürbare Erleichterung. Denn über die Brücke führt die Zufahrt zu den Ackerflächen am Ortsrand. Viel landwirtschaftlicher Verkehr, der lange Zeit spürbare Umwege in Kauf nehmen musste, kann nun wieder direkt über den Sumpfbach fahren.

Mit der Einweihung der Sumpfbachbrücke ist für Abicht nur ein kleiner Teil der Arbeit erledigt: „Wir könnten eigentlich überall was machen“, erklärt er die Situation. Rund 60 Brücken gibt es im Gebiet der Landgemeinde. Für 16 von ihnen wurden Gutachten erstellt, bei acht bestand akuter Handlungsbedarf – die Sumpfbachbrücke war eine davon.

Der Investitionsstau ist erheblich, die Priorisierung deshalb entscheidend. Was allen Beteiligten aber ebenso klar ist: Die Fördermittel sind knapp. Und ohne die ist der Neubau einer Brücke fast unerschwinglich.