Die Sonne brennt, der Boden glüht – und irgendwann hält auch der Asphalt nicht mehr stand. Genau das passiert gerade auf der Landesstraße 1016 zwischen dem Abzweig Kaisershagen und der Einfahrt zum Steinbruch Keula im Kyffhäuserkreis. Die Fahrbahn löst sich buchstäblich auf: Die Oberfläche bricht auf, löst sich ab, wird zur Gefahr. Seit dem 25. Juni ist die Strecke daher vollgesperrt.
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Was viele nicht wissen: Asphalt ist kein starres Material – er reagiert auf Temperatur. Bei extremer Hitze erweicht die Bitumenmatrix, die den Belag zusammenhält. Fahrzeuge, besonders schwere Lkw, pressen sich dann regelrecht in den weichen Untergrund. Die Oberfläche beginnt zu wandern, zu reißen, sich zu lösen. Was zunächst wie ein harmloser Riss wirkt, kann sich innerhalb weniger Tage zu einer echten Gefahr für Reifen und Fahrwerk entwickeln.

Umleitung verlängert Fahrzeiten – Sperrung bleibt auf unbestimmte Zeit
Die betroffene Strecke liegt im Grenzbereich zwischen dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Kyffhäuserkreis – zwei Regionen, die in diesem Sommer wie viele andere in Thüringen unter anhaltender Hitze und Trockenheit leiden. Wer gehofft hatte, die Umleitung würde nur wenige Tage dauern, den muss die Straßenverkehrsbehörde enttäuschen: Ein konkretes Ende der Vollsperrung steht derzeit nicht fest. Die tatsächliche Dauer der Baumaßnahme kann aktuell noch nicht festgelegt werden – zu abhängig ist der Fortschritt von der Witterung und dem genauen Ausmaß der Schäden.

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Für alle, die die L1016 regelmäßig nutzen – ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freunden – gilt vorerst: Umweg einplanen. Die ausgeschilderte Umleitung führt über die L 2041, weiter auf die L 2096, durch Menteroda und von dort über die L 2093 zurück. Besserung ist vielleicht schon nächste Woche in Sicht, wenn die Temperaturen zurück gehen sollen.



