Zusammenfassung

  • Im Kyffhäuserkreis gab es Beschwerden über trübes Trinkwasser und Chlorgeruch.
  • Der Wasserversorger hat daraufhin Proben genommen, aber keine Auffälligkeiten festgestellt.
  • Regelmäßige Spülungen und der gezielte Einsatz von Chlor sollen die Wasserqualität sichern, bei Problemen können sich Bürger jederzeit beim Bereitschaftsdienst melden.

Eine Beschwerde wegen Trübung des Trinkwassers wurde dieser Tage im Kyffhäuserkreis laut. Berichtet wurde auch von einem starken Chlorgeruch. Eine Bürgerbewegung hatte darüber den zuständigen Versorger unterrichtet, und der reagierte umgehend.

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„Wir sind dem Ganzen gleich nachgegangen“, sagt der Produktionsleiter und stellvertretende Werkleiter Kyffhäuser Ab- und Trinkwasserverbandes KAT in Artern, Stephan Dworsky, am Donnerstag auf Nachfrage. „Wir sind am Dienstag, 18. August, die genannten Straßen abgefahren und haben in den betreffenden Ortsnetzen Bad Frankenhausen, Rottleben und Ringleben bei Kunden Trinkwasserproben zur Überprüfung entnommen“.

Keine Auffälligkeiten bei Trinkwasserproben festgestellt

Eine Trübung des Trinkwassers komme zumeist im Falle eines Wasserrohrbruchs vor. „Wenn irgendwo in der Erde ein Rohr kaputtgeht, dann erhöht sich die Fließgeschwindigkeit stark, wodurch die Sedimente aufgewirbelt werden, die sich in Laufe der Zeit in geringer Menge auf dem Boden der Rohre ablagern“, erläutert der KAT-Vize. Aus diesem Grund sei das Versorgungsunternehmen „immer sehr froh, wenn uns die Leute über solche Vorkommnisse informieren“.

Bei allen Proben in und um Bad Frankenhausen habe der Probennehmer vor Ort Geruch und den Geschmack getestet. „Alle Proben waren ohne Befund“, kann Dworsky mitteilen. Zudem habe es auf Nachfrage bei den Kunden keine Beschwerden bezüglich Chlorgeruch oder Trübung gegeben.

Spülungen sollen Wasserhygiene sichern und Ablagerungen entfernen

Gegen Ablagerungen in den Rohren geht der Trinkwasserversorger regelmäßig mit Endhydranten-Spülungen vor. „Das ist keine Wasserverschwendung, sondern eine Maßnahme zur Sicherung der Hygiene im Leitungsnetz“, betont Dworsky. Im Falle von Chloreinsatz weist er darauf hin, dass das Rohwasser aus Brunnen und Quellen im Verbandsgebiet stammt und bei Bedarf „im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zur Keimnahrungsabwehr mit geringen Mengen Natriumhypochlorid“ aufbereitet beziehungsweise desinfiziert werde, was „gelegentlich zu einem leicht wahrnehmbaren, aber unbedenklichen Chlorgeruch“ führe.

Wo die wahrgenommenen Beeinträchtigungen im Falle der jüngsten Beschwerde aus Bad Frankenhausen und Umgebung herrühren könnten, dafür hat der stellvertretende Werkleiter bislang keine Erklärung. Kenntnisse über einen Wasserrohrbruch gebe es derzeit nicht. Eine Einsichtnahme des Ergebnisprotokolls sei in einem persönlichen Gespräch nach vorheriger Terminabsprache möglich, bietet er an.

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Wasserrohrbrüche träten aktuell häufiger auf, räumt Dworsky ein. „Wir vermuten, dass das an der Trockenheit liegt, die inzwischen bis in tiefere Bodenschichten geht und die Versorgungsleitungen mechanisch strapaziert“, sagt er. Sollten Kunden Trübungen im Trinkwasser feststellen, gebe es für Mitteilungen und Beschwerden 24 Stunden 365 Tage im Jahr den Bereitschaftsdienst.