Wegen Gleisbauarbeiten wird ab Freitag der Bahnübergang Sachsenburg für eine Woche voll gesperrt. Neben den Bahnreisenden, die sich gleich bis Jahresende nach einer Beförderungsalternative umsehen müssen, kommen auch auf den Straßenverkehr erneute Behinderungen und Umleitungen zu.

Was plant die Bahn an dieser Stelle?

„Der Bahnübergang wird umfassend erneuert. Hierbei werden die kompletten Schwellen im Bereich des Bahnübergangs ausgetauscht sowie die Schienen gewechselt“, heißt es auf Nachfrage bei der Pressestelle der Deutsche Bahn AG in Leipzig. In der Vergangenheit hätten immer wieder einzelne Schwellen erneuert werden müssen. „Für einen umfassenden Neubau fehlte die notwendige Sperrpause. Diese besteht nun im Zeitraum 21. bis 27. August“, erklärt Bahnsprecherin Katja Stumpp. Mit der Maßnahme werde die Störanfälligkeit an dieser Stelle für lange Zeit behoben.

Anwohner müssen weiter ohne zusätzlichen Lärmschutz auskommen

Besonders sensibel werden die Anwohner der nahe gelegenen Sachsenburger Hermann-Güntherodt-Siedlung auf die Bauarbeiten direkt vor ihrer Haustür schauen. In den zurückliegenden Monaten wurde ihnen einiges abverlangt, als mehrmals pro Stunde und ganze Nächte hindurch Güterzüge über die eingleisige Strecke donnerten. Wird der Güterverkehr nach der Erneuerung des Bahnübergangs zunehmen?

Auf dem Bahnabschnitt bei Sachsenburg, auf dem vor rund zwei Wochen ein Güterzug mit einem Kleinwagen kollidiert ist, wurde auch nachts lärmend gearbeitet - zum Leidwesen der Anwohner. 
Mehrmals kam es in letzter Zeit am Bahnübergang zu nächtlichen Reparaturen.© Wilhelm Slodczyk | Wilhelm Slodczyk

„In den letzten Wochen fungierte die Strecke als Umleitungsstrecke für diverse Totalsperrungen auf der Strecke Halle – Sangerhausen – Nordhausen“, so die Antwort aus Leipzig. Einer denkbaren Lärmschutzmaßnahme an dieser Stelle erteilt sie eine Absage: „Aktuell bestehen keine Pläne, in diesem Bereich zusätzlichen Lärmschutz zu errichten“.

Umleitung und Sperrung: Bahnübergang eine Woche dicht

Eine planmäßige Zunahme des Güterverkehrs sei allerdings nicht zu erwarten. Zeitweise allerdings schon, da die Strecke Erfurt – Sömmerda – Sangerhausen neben dem planmäßigen Regional- und Güterverkehr vorwiegend als Umleitungsstrecke genutzt wird.

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Der Bahnübergang ist laut Landratsamt vom 21. bis 27. August jeweils ab/bis 12 Uhr für den Straßenverkehr dicht. Die Umleitung führt über Sachsenburg – B85 – Oldisleben – L2287 – Bahnhof Heldrungen – L3086 und umgekehrt.

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Die Baumaßnahme ist Bestandteil einer größeren Maßnahme der DB InfraGO auf der Strecke Erfurt – Sangerhausen. Was auf die Bahnreisenden zukommt, lesen Sie hier.