Götz Ehrhardt ist tot. Der promovierte Arzt starb am 26. Juli im Alter von 85 Jahren.

Großherzig, engagiert, pflichtbewusst – so behalten viele Nordhäuser den Gestorbenen in ihrem Gedächtnis. Er war ein Menschenfreund, ein Demokrat, ein Theaterförderer. Der große Verlust, den seine Familie erlitten hat, ist nicht in Worte zu fassen. Seine Frau Helga, die Liebe seines Lebens, muss ihren weiteren Weg nun ohne ihn gehen. Seine Kinder, Enkel und Urenkel müssen künftig ohne seine Herzlichkeit und guten Ratschläge auskommen.

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Sein Medizin-Studium beendete Götz Ehrhardt 1963 in Jena. Seine Zukunft sah er damals in der Anästhesie. Doch der berufliche Weg führte ihn in die Pathologie. Es wurde ein Traumjob auf den zweiten Blick. Ehrhardt verstand sich auch hier immer als Dienstleister für die Patienten. Seit 1982 verstärkte er die Reihen im Nordhäuser Krankenhaus. Als er sich im August 2006 in den Ruhestand verabschiedete, verließ er das Südharz-Klinikum als dienstältester Chefarzt.

Seit den Sechzigerjahren war Ehrhardt Mitglied der CDU. Kommunalpolitisch engagierte er sich nach der Wende im Nordhäuser Stadtrat.

Aktiv blieb Götz Ehrhardt auch im Rentenalter. Gern entspannte er sich beim Lauschen anspruchsvoller Musik, beim Wandern in den Bergen oder beim Golfspielen. Die größte Freude bereitete ihm sein soziales Engagement. Davon profitierte der Nordhäuser Lions-Club. Und vor allem der Theater-Förderverein. Mehr als zwei Jahrzehnte agierte Ehrhardt in diesem Verein, längere Zeit auch als Vorsitzender. Zahllos sind die Projekte, die der Förderverein unterstützte. Von der EDV-Technik im Kassenraum bis zur Probebühne, vom Theaterjugendclub bis zum internationalen Tanzfestival.

Vielen Menschen wird er fehlen. In den Erinnerungen lebt er weiter.

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