Das Veterinäramt schlägt Alarm. Im Kreis Nordhausen ist die Blauzungen-Krankheit ausgebrochen.

Nachdem das Virus bei einem Schaf im Landkreis nachgewiesen worden ist, werden Halter, deren Tiere Symptome aufweisen, gebeten das Veterinäramt zu informieren und sich mit ihrem Tierarzt in Verbindung zu setzen, erklärt Jessica Piper, Sprecherin des Landratsamtes in Nordhausen.

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Die Blauzungen-Krankheit ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Schafen, Ziegen und Rindern auftritt. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Symptome sind unter anderem Fieber, Apathie, Nasenausfluss, Durchblutungsstörungen, Lippen- und Zungenödeme mit Blaufärbung der Zunge, Schädigung der Maulschleimhaut und im Bereich der Nase, Schwellungen und Verkrustungen der Naseneingänge (Atemnot) sowie Entzündungen der Klauen, was mit Lahmheit einher geht.

Thüringen war bis jetzt frei von der Blauzungen-Krankheit. In den westlichen Bundesländern kam es in den vergangenen Wochen zu einer explosionsartigen Verbreitung des Virus. Auch in Sachsen-Anhalt gab es in der vorigen Woche erste Meldungen. Das relativ feuchte Sommerwetter begünstig die Vermehrung der Mücken und ist ein Grund für die starke Ausbreitung.

Neben dem Landkreis Nordhausen ist aktuell auch das Eichsfeld in Thüringen betroffen. Mit weiteren Fällen sei nun zu rechnen, meint das Veterinäramt.

Mit der Behandlung der betroffenen Tiere und dem Einsatz insektenabwehrender Mittel ist im Kreis Nordhausen bereits begonnen worden. Das Verbringen von Wiederkäuern und deren Zuchtmaterial in freie Gebiete ist nun im Südharz nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich, betont das Veterinäramt in Nordhausen.

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red