Ab 1. Oktober gelten höhere Ticketpreise im Stadt- und Regionalverkehr der Verkehrsbetriebe Nordhausen. Die alten Fahrscheine können bis Ende Oktober abgefahren werden. Deren Rücknahme und Umtausch sind ausgeschlossen. Wochen-, Monats- und Jahreskarten behalten ihre Gültigkeit. Wochen- und Monatskarten zum alten Preis können letztmalig am 30. September entwertet werden.

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Ein Einzelfahrschein in der Tarifzone 1 des Stadtverkehrs kostet nun 2,10 Euro statt bisher 1,90 Euro. Ein Einzelfahrschein für eine Teilstrecke im Regionalverkehr kostet fortan 2,30 Euro statt bisher 2,10 Euro. Verkehrsbetriebe-Chef Thorsten Schwarz zufolge ist die Preissteigerung „unumgänglich“, um gestiegene Kosten auszugleichen und auch in Zukunft einen attraktiven ÖPNV anzubieten.
Linke meint: Ein kostenloser ÖPNV ist keine Utopie
Unterdessen hat die Nordhäuser Linke-Stadtratsfraktion ihr Nein zu höheren Fahrpreisen verteidigt. Eine solche Erhöhung sei „kurzsichtig“ und stehe im Widerspruch zu einer sozialen und ökologischen Stadtentwicklung. Zu befürchten seien mehr Autoverkehr, schlechtere Luftqualität und weniger Lebensqualität in der Innenstadt.
Der ÖPNV gehöre zur öffentlichen Daseinsvorsorge und müsse für alle erschwinglich bleiben. „Statt ständiger Preiserhöhungen brauchen wir ein besseres und erweitertes Angebot“, so Fraktionschef Michael Mohr. „Bezahlbare, wenn nicht sogar kostenfreie ÖPNV-Angebote“ sind aus seiner Sicht keine Utopie.
Die Verkehrsbetriebe weisen darauf hin, dass das Deutschlandticket für derzeit noch 49 Euro eine günstige Alternative zu Einzelfahrscheinen sein kann, wenn man mehrmals pro Woche mit Bussen und Bahnen unterwegs ist. „Schon ab zwei Hin- und Rückfahrten mit drei Teilstrecken pro Woche lohnt es sich zu überlegen, auf das Deutschlandticket umzusteigen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
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red







