Einige der spektakulärsten Verbrechen aus DDR-Zeiten stehen im Mittelpunkt einer Krimi-Lesung in der Nordhäuser Traditionsbrennerei. Am Donnerstag, 17. Oktober, erzählt der Journalist Mirko Krüger hier ausschließlich von Fällen, die sich in Thüringen zugetragen haben. Dazu gehört auch der als „Polizeiruf 110“ verfilmte Kreuzworträtselmord. Der Tatort befand sich zwar in Halle. Doch die Spur führte schließlich nach Thüringen. Hier wurde der Täter an seinem Arbeitsplatz festgenommen; er war Hausmeister in einem renommierten Ferienheim.

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„Obwohl es in der DDR weniger Morde als in der Bundesrepublik gab, waren Tötungsverbrechen alles andere als ein seltenes Delikt“, sagt Mirko Krüger. „Statistisch gesehen wurde in den 1970er- und 80er-Jahren jeden zweiten bis dritten Tag ein Mord oder ein Totschlag in der DDR verübt. Aber immerhin lag die Aufklärungsquote bei 97 Prozent.“
Wie Messer-Heinz in Nordthüringen zum Mörder wurde
Der Autor verspricht einen spannenden Abend in der Traditionsbrennerei unter dem Motto „Tatort DDR“. Selbstverständlich greift er auch Fälle aus Nordthüringen auf. Dazu gehört die Geschichte von Heinz K. alias Messer-Heinz. Bereits 1957 hatte er als Jugendlicher zu Protokoll gegeben: „Ich möchte sehen, wie ein Mensch unter meinen Händen stirbt.“ 1972 tötete er wirklich. Doch erst 40 Jahre später gelang es, ihm diese Tat nachzuweisen.
Auch der spektakulärste Kunstraub der DDR konnte erst nach der Wiedervereinigung aufgeklärt werden. In Gotha hatte ein Kleinkrimineller fünf Gemälde im Wert von mehreren Millionen DM gestohlen. Krüger erzählt von gravierenden Ermittlungspannen.
Die Lesung beginnt am 17. Oktober um 19 Uhr. Einlass ist ab 18 Uhr. Karten gibt es im Hofshop.
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red




