Die Grünen sowie die Bürgerliste Südharz (BLS) haben scharfe Kritik an den jüngsten Beschlüssen des Stadtrats zu den Anträgen von CDU und AfD geäußert. Diese am Mittwochabend abgesegneten Anträge sehen mehr Parkplätze an Kranichstraße und Engelsburg vor, stehen zudem konträr zum geplanten Baumdach in der Kranichstraße als zentralem Teil des Gestaltungskonzepts für den Blasiikirchplatz von Nordhausen.

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„Mit diesen Entscheidungen wird nicht nur der bis heute demokratisch erarbeitete und weitere Projektfortschritt im Kontext der geplanten Neugestaltung des Blasiikirchplatzes konterkariert beziehungsweise blockiert, sondern auch eine Rückkehr zu veralteten Stadtentwicklungskonzepten der 1970er-Jahre eingeläutet“, kritisiert die BLS-Fraktion.
Moderne Stadtentwicklung fördert Handel und Gastronomie
Dies widerspreche nicht nur den Prinzipien einer klimagerechten und kinderfreundlichen Stadtentwicklung, sondern auch den Zielen der Unicef-Initiative „Kinderfreundliche Kommune“, an der Nordhausen teilnimmt. Viele Städte vergleichbarer Größe wie Nordhausen – etwa Goslar oder Weimar – hätten seit Jahren gezeigt, wie verkehrsberuhigte und begrünte Plätze in den Innenstädten mit vorgelagerten Parkeinrichtungen Aufenthaltsqualität, Klimaschutz und Wirtschaftskraft vereinen können, betont die BLS. Diese Konzepte würden nicht nur eine lebenswertere Innenstadt, sondern auch die Ansiedlung von Handel, Gastronomie und kulturellem Leben fördern.
Nun von AfD und CDU verfolgte Konzepte wie das einer „autogerechten Stadt“ seien „rückwärtsgewandt“, ist sich die BLS mit den Grünen einig. Mehr noch: Solche Eingriffe in das Gestaltungskonzept für den Blasiikirchplatz würden der Fördermittelzusage widersprechen, das Geld also werde gegebenenfalls nicht ausgezahlt, gibt Grünen-Stadtrat Pascal Leibbrandt zu bedenken.
„Wenn wir den Platz gestalten wollen, müssen wir in die Zukunft schauen und uns auch den Herausforderungen des Klimawandels stellen und die nötigen Maßnahmen treffen“, so Leibbrandt. Im Zuge der Platzneugestaltung sollen Wasserflächen und Spielflächen geschaffen und mehr als 20 Bäume gepflanzt werden. „Ich würde vermutlich noch mehr Grün fordern. Aber ich weiß, dass es immer Kompromisse bedarf.“ Er zeigte sich deshalb einverstanden damit, dass für wegfallende Parkplätze die Stadt etwa zwei Dutzend Ersatzplätze rund um St. Blasii schaffen würde.
red







