Alle Jahre wieder. Während viele Südharzer in der Silvesternacht feiern, müssen die Mitglieder der Berufsfeuerwehr in Nordhausen ihren wichtigen Dienst verrichten und mehrfach ausrücken. Auch diesmal hat der leichtsinnige Umgang mit Feuerwerkskörpern im Stadtgebiet Folgen. Allein aus diesem Grund wird die Berufsfeuerwehr fünf Mal alarmiert.
Ein sechstes Mal sind die Kameraden gefragt, als der Rettungsdienst ihre Hilfe braucht. Eine verschlossene Tür muss in einem Notfall geöffnet werden.
Als größter Vorfall entpuppt sich eine brennende Mülltonne in der Neanderstraße. Es ist um 1.07 Uhr. Die Lage erfordert es, auch freiwillige Truppen zur Verstärkung zu rufen. So endet für die Mitglieder der Feuerwehren in Nordhausen-Mitte und in Hesserode die Neujahrsnacht sehr abrupt. Das Feuer können die Kameraden schnell löschen. Und zumindest für die freiwilligen Kräfte kommt es in der restlichen Nacht zu keinem weiteren Einsatz.

Während die brennende Mülltonne für die Freiwillige Feuerwehr Nordhausen-Mitte als erster Alarm des neuen Jahres zu Buche schlägt, blicken die Mitglieder dieser Wehr im abgelaufenen Jahr 2024 auf insgesamt 121 Einsätze. Allein diese hohe Zahl beweist eindrucksvoll, wie wichtig die freiwilligen Truppen im Südharz sind.
Für die Feuerwehren aus Liebenrode, Klettenberg und Holbach beginnt das neue Jahr um 7.22 Uhr. Die Truppen werden alarmiert, weil der Rettungsdienst ihre Unterstützung in Liebenrode benötigt.
Rettungsdienst erlebt eine vergleichsweise ruhige Nacht
Die Nacht zuvor bleibt im Landkreis außerhalb der Stadt Nordhausen vergleichsweise ruhig. „Alles verlief glimpflich“, berichtet die Leitstelle für Rettungsdienst und Brandschutz. „Es gab nichts Großes.“ Auch Mitarbeiter der Rettungswachen bestätigen: „Wir haben in den vergangenen Jahren schon viel schlimmere Neujahrsnächte erleben müssen.“ Diesmal hält sich die Zahl der Einsätze in sehr überschaubaren Grenzen. Mancherorts steht sogar eine Null.

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Viel Arbeit haben stets die Mitarbeiter im Südharz-Klinikum. Zu all den Kranken im Haus und den Schwerverletzten jüngster Unfälle kommen in der Nacht neue Notfälle. Die diensthabenden Ärzte, Schwestern und Pfleger kümmern sich unermüdlich.
Bis jetzt noch kein Neujahrsbaby in Nordhausen
Ruhe herrscht im Kreißsaal. Weder am Silvestertag noch in der Nacht oder am Neujahrsvormittag erblickt in Nordhausen ein neuer Mensch das Licht der Welt. Es sei momentan auch kein Neujahrsbaby in Sicht, bedauert eine Mitarbeiterin der Geburtshilfe. „Aber wir wissen natürlich nicht, was eventuell noch von draußen kommt.“





