„Endlich ist es so weit“, freut sich Georg Müller, Fraktionschef der SPD im Stadtrat von Nordhausen. „Unsere Stadt erhält den Zuschlag für den 20. Thüringentag.“ Er sieht in dieser Entscheidung „eine großartige Chance für die Stadt.“

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Aber Müller sagt auch: „Wir brauchen einen neuen Aufbruch und eine neue Begeisterung für unsere Heimatstadt.“ Das sei durchaus möglich. Die Landesgartenschau 2004 habe es bewiesen. Nun komme es darauf an, „mit diesem positiven Spirit ans Werk zu gehen“.

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Der Thüringentag ist 2027 eingebettet in ein Jubeljahr. Die Stadt feiert ihr 1100-jähriges Bestehen und die Hochschule ihren 30. Geburtstag. „Auch unser Theater wird in neuem Glanz erstrahlen“, sagt Müller. „Es gilt also, einen großen Bogen zu schlagen.“

Der Sozialdemokrat erinnert an den großen Dichter Johann Wolfgang von Goethe: „Wenn er auf seiner Harzreise von Nordhausen als der Stadt der bunten Gegensätze schwärmt mit der wunderlichen Mauerbefestigung, den Treppen und Brunnen im Lichte der hereindämmernden Abendsonne, dann sollte uns das inspirieren, unsere Stadt wieder ordentlich aufzupolieren.“

Viele kluge Köpfe und fleißige Hände seien nun gefragt, meint Müller. Denn die Aufgabe sei groß, sowohl zeitlich als auch finanziell.

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Die Bedeutung der 1100-jährigen Stadt ist nur noch an wenigen Zeugnissen der Vergangenheit abzulesen. „Diese müssen sichtbarer werden“, fordert der Fraktionschef und nennt Beispiele. „Der Walkenrieder Hof, der im Mittelalter auch mal für einige Jahre das Rathaus beherbergte, ist immer noch im Dornröschenschlaf. Das Waisenhaus wartet auf eine neue Nutzung. Der Blasiikirchplatz muss fertiggestellt werden. Der historische Stadtrundgang und das Landesgartenschaugelände müssen aufgehübscht werden. Das Gerüst am Petriturm muss fallen. Und auf dem Spielplatz am Petersberg sollte alles wieder zum Spielen fertiggestellt sein.“

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Die Zeit wird knapp. Es sind nur noch anderthalb Jahre. „Das müssen wir sportlich angehen“, blickt Müller voraus. „Aber die Chancen sind groß. Das Stadtprofil kann gestärkt werden. Die Identität wird gefördert und das Dazugehören gestärkt.“ Es sei aber auch wichtig, das Gefühl für die Heimat selbstverständlich zu finden, indem man sich selbst einbringt und mitverantwortlich fühlt.

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Wenn Nordhausen im Juni 2027 die vielen Gäste empfängt, „dann sollte das ein strahlendes Fest werden mit Nordhäusern, die als freundliche und gute Gastgeber ihre Stadt vertreten“, wünscht sich Georg Müller. red