Kurioser Anblick in Nordhausen: Riesiges Kreuz wird durch die Stadt transportiert (mit Video)
Nordhausen.Im Erinnerung an die Zerstörung der Stadt Nordhausen vor 80 Jahren gab es einen geistlichen Gedenkweg. Wo es hingetragen wurde und was dann damit passierte.
Für Aufsehen sorgte am Freitag ein 6 mal 3,5 Meter großes Holzkreuz, das am Nachmittag durch Nordhausen rollte. Anlass des seltenen Anblicks war ein geistlicher Gedenkweg im Rahmen des Gedenkens zum 80. Jahrestag der Bombardierung und Befreiung Nordhausens.
Das gut 200 Kilogramm schwere Kreuz aus geleimter Lärche wurde vom Dom zur Frauenbergkirche transportiert. Begleitet wurde der Tross von zahlreichen Menschen evangelischen wie katholischen Glaubens und einem Posaunenchor. Auf dem Weg fanden an bestehenden wie auch 1945 zerstörter Kirchen Friedensgebete und Andachten statt.
„Bereits vor 30 Jahren trug man das große Kreuz der Frauenbergkirche zu diesem Anlass durch die Stadt. Die Nordhäuser erinnern sich vielleicht“, erzählt Pfarrer Klemens Müller. 1995 hatte man das Kreuz für diese Veranstaltung gefertigt und es hinterher an der damals noch zugemauerten Wand angebracht. Im Rahmen der Landesgartenschau in Nordhausen 2004 ersetzte man die Mauer durch ein sehr großes Fenster, das den Blick in die Kirche öffnet. In dieses Fenster integrierte man dann auch das Kreuz.
Gern wollte es die Kirchengemeinde in diesem Jahr abnehmen und wieder durch die Stadt tragen. Doch die Substanz des Kreuzes war marode. Eine neue Konstruktion wurde beauftragt. Gegen 17.30 Uhr wurde das neue Kreuz dann die Stelle des alten Kreuzes am großen Westfenster angebracht.
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