Das IFA-Museum in Nordhausen organisiert seit vielen Jahren Sonderausstellungen zu technischen Themen. Nach den Mopeds aus Suhl und den Rollern aus Ludwigsfelde sind nun die legendären Motorräder aus Zschopau das Thema und in einer Sonderschau zu sehen. Sie alle vereint die Marke IFA.

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Die neue Schau steht unter dem Titel „Von DKW bis MuZ“. Sie ist bis Ende Oktober zu sehen. Das Museum hat dienstags bis samstags stets von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

1907 gründet der Däne Jörgen Skafte Rasmussen im sächsischen Zschopau ein Werk zum Bau von Dampfarmaturen und Dampfkraftwagen. Im Laufe der Jahre entwickelt es sich zum größten Hersteller von Motorrädern, der besonders mit Erfolgen bei Sportveranstaltungen auf sich aufmerksam macht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der folgenden völligen Demontage steht das Werk 1948 wie viele Betriebe im Fahrzeugbau vor dem Neuanfang. In Zschopau entsteht im Laufe der Jahre der größte Hersteller für Motorräder, der seine Erzeugnisse in die ganze Welt exportiert.

Hans Georg Franke ist seit 2016 Vorsitzender des IFA-Museumsvereins in Nordhausen. Der frühere Leiter der Qualitätskontrolle hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der IFA-Motorenwerke lebendig zu halten.
Hans Georg Franke ist seit 2016 Vorsitzender des IFA-Museumsvereins in Nordhausen. Der frühere Leiter der Qualitätskontrolle hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der IFA-Motorenwerke lebendig zu halten.© Archiv | Marco Kneise

Die Ausstellung im IFA-Museum nimmt den Besucher mit durch die Themen Serienproduktion sowie den Gelände- und Straßenrennsport. Sie stellt die Menschen vor, die in Produktion und Entwicklung die Geschicke des Werkes bestimmten, Sportler, die mit ihren Maschinen bedeutende Erfolge erringen konnten und die in den 60er- und 70er-Jahren durch Leistungsbereitschaft und Siegeswillen zu Vorbildern der Jugend emporwuchsen.

Exemplarisch werden die verschiedenen Typenreihen von RT bis ETZ vorgestellt und ihre Besonderheiten erklärt. Seltene Originale aus dem Rennsport ergänzen die Exposition.

Die Wenigsten haben die anstrengenden Versuche verfolgt, nach der Wende mit neuen Produkten am internationalen Markt zu bestehen. Neue Typen und neue Designs entstehen. In ihnen werden die umfangreichen Erfahrungen der Motorradbauer aus Zschopau sichtbar. Am Beispiel der neuen MZ RT 125 mit eigenem Viertaktmotor zeigt die Ausstellung auch diesen Teil der Geschichte.

Möglich ist die Ausstellung nur durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit regionalen Sammlern, dem PS-Speicher Einbeck und dem Schlossmuseum Augustusburg.

Weitere Themen aus Nordhausen

Das IFA-Museum will in mehreren Hallen auf dem ehemaligen Werksgelände in der Motorenstraße das Erbe der IFAraner der Nachwelt erhalten. Dank des Engagements der Vereinsmitglieder hat sich die Dauer-Ausstellung von Lokomotiven, Dieselmotoren und mehr zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt, der jedes Jahr viele Technikbegeisterte aus ganz Deutschland nach Nordhausen lockt. Und das trotz nur geringer finanzieller Mittel, die dem Verein jährlich zur Verfügung stehen. red