Aufgrund der deutschlandweiten Beliebtheit der Nordhäuser Kiesseen bei Tauchern und Schwimmern komme es leider immer wieder zu tragischen Unfällen, bedauert Landrat Matthias Jendricke (SPD), der auch selbst als Taucher die Unterwasserlandschaften in Nordhausen kennt.

Täglich
Der Newsletter für Nordhausen
Alle wichtigen Informationen aus der Region Nordhausen, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Aufgrund der Besonderheit der Region hat der Landkreis als Katastrophenschutzbehörde schon vor drei Jahren eine der zwei Thüringer Taucherstaffeln hier in Nordhausen angesiedelt. Als Teil des Wasserrettungszuges des Landes wird die Tauchereinheit betreut von der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Schon damals wurde vom Land auch ein neues Katastrophenschutz-Rettungsboot beschafft und hier in Nordhausen stationiert. Dieses Boot wurde am vergangenen Wochenende genutzt, ebenso wie der auch seit 2022 in Nordhausen stationierte Gerätewagen der Wasserrettung.
Bereits vor dem vermissten Schwimmer am Ostersonntag (unsere Zeitung berichtete) hatte die Leitstelle des Landkreises am Karsamstag eine Alarmierung wegen eines vermissten Tauchers herausgeben müssen. Der Einsatz der Feuerwehren konnte dann jedoch kurz darauf abgebrochen werden, weil sich die Sachlage vor Ort am Kiessee geklärt hatte.
Nach dem tragischen Badeunfall, bei dem ein junger Mann beim Schwimmen im Möwensee ums Leben gekommen ist, bedankte sich jetzt Landrat Jendricke nochmals bei allen Einsatz- und Rettungskräften, die zum Osterfest im Einsatz waren.
Junger Mann in Kiessee vermisst – Bilder der Suche
Der Kreis Nordhausen habe „hier eine optimale Rettungskette“, meint Jendricke, „und so waren auch diesmal sofort alle Kräfte vor Ort und haben intensiv nach dem Vermissten gesucht. Es wurde wirklich alles Menschenmögliche unternommen, um den jungen Mann zu retten, aber meistens kommt man bei der Wasserrettung dennoch zu spät.“
Weitere Themen aus Nordhausen
Seit Ostersonntag waren die Landespolizei-Inspektion, die Berufsfeuerwehr Nordhausen, die freiwilligen Feuerwehren aus Bielen und Sundhausen sowie die DRK-Taucherstaffel des Katastrophenschutzzuges im Einsatz. Kräfte der psychosozialen Notfallversorgung haben die Betreuung der Familienangehörigen unterstützt. Nach dem Vermissten wurde unter anderem mit Hubschraubern, Drohnen und Polizeihunden gesucht. Taucher der Polizei, die auch einen Tauchroboter eingesetzt hatten, haben den leblosen Körper des jungen Mannes dann schließlich am Dienstagnachmittag geborgen. red























