Besonders viele Wildunfälle ereignen sich derzeit auf den Straßen, berichtet die Polizei in Nordhausen. Im Zuständigkeitsbereich der hiesigen Landepolizei-Inspektion ereigneten sich allein in dieser Woche mehr als 20 Verkehrsunfälle, an denen Rehwild beteiligt war. Nicht selten sind unter den Unfallopfern trächtige Ricken, die sich in der Setzzeit befinden.

Täglich

Der Newsletter für Nordhausen

Alle wichtigen Informationen aus der Region Nordhausen, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Besonders in den Morgenstunden zwischen 5 und 8 Uhr sowie am Abend zwischen 20 und 22 Uhr sei verstärkt mit Wildwechsel zu rechnen und Achtsamkeit geboten, warnt die Polizei. Eine angepasste und aufmerksame Fahrweise könne nicht nur Menschen, sondern auch Tierleben retten. Besondere Vorsicht gelte an Feldkanten, Straßengräben und bepflanzten Großfeldern sowie in Waldstücken.

Die Verkehrszeichen wie „Achtung Wildwechsel“ und Leitpfosten mit blauen Warnreflektoren deuten auf eine hohe Aktivität der Wildtiere an der Fahrbahn hin. Grundsätzlich sollte bei visuellem Sichtkontakt mit Wildtieren langsamer gefahren oder angehalten und das Fahrlicht abgeblendet werden, da dies eine mögliche Schockstarre der Tiere verhindern kann. Das Betätigen der Fahrzeughupe zur Warnung schreckt das Wild hingegen eher auf und erhöht die Unfallgefahr.

Weitere Nachrichten aus Nordhausen

Bei einer Kollision sollte die Unfallstelle unbedingt abgesichert werden, um Folgeunfälle zu vermeiden. Die Polizei sollte zur Unfallaufnahme und vor allem bei flüchtigen Tieren stets verständigt werden. Zum verletzten oder getöteten Tier sollte Abstand gehalten und dieses nicht angefasst werden. Eine Mitnahme und Verwertung des verstorbenen Tieres gilt als Wilderei und ist strafbar. red