Die Sperrschilder stehen am Freitagmorgen noch. Auf den beiden sanierten Brücken über den Mühlgraben und die Zorge im Nordhäuser Stadtteil Krimderode haben sich mehrere Schaulustige versammelt. Nach mehr als einem Jahr Bauzeit sind die Bauarbeiten an den beiden Bauwerken an diesem Tag offiziell beendet. Die Brücken werden mit dem traditionellen Banddurchschnitt wieder für den Verkehr freigegeben.

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Auf diesen Moment haben die Stadt als Bauherr, das Planungsbüro Tölle aus Nordhausen und die bauausführende Firma HTB aus Küllstedt hingearbeitet. „Ich freue mich, dass wir heute die beiden Brücken, die Krimderode geteilt haben, wieder aufmachen können“, sagt Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) bei der Freigabe. Zudem entschuldigt er sich bei den Anwesenden dafür, dass die Freiheitsstraße demnächst erneut als Umleitungsstrecke genutzt wird. Voraussichtlich ab 4. August wird der nächste Abschnitt der Bundesstraße 4 im Bereich der Parkallee saniert. Die Umleitung führt dann über Krimderode. Bis dahin haben die Anwohner noch etwas Ruhe.

Eine der Brücken ist in einem schlechteren Zustand als zuvor angenommen

Zu ihnen gehören Gudrun Müller und Stefan Töpfer. Beide verfolgen mit ihren Dackeln Piet und Lotti die Freigabe. Sie sind froh, dass die Brückenbauarbeiten nun beendet sind. „Es ist schön, dass wir nun erstmal nicht mehr die große Umleitung über Salza fahren müssen“, sagt Gudrun Müller. Auch Birgit und Lutz Hagen sind über das Ende der Arbeiten erleichtert. Das Ehepaar wohnt direkt gegenüber der Evangelischen Grundschule und hat die Baustelle über ein Jahr lang direkt vor der Haustür erduldet. „Es war zeitweise schon schlimm. Aber das ist nun überstanden“, sagt Birgit Hagen.

Verkehrsfreigabe Brücken Krimderode
Die beiden Anwohner Stefan Töpfer mit seiner Dackeldame Lotti und Gudrun Müller mit Dackel Piet testen während der Freigabe den neuen, breiteren Fuß- und Radweg der beiden sanierten Brücken in Krimderode. © Funke Medien Thüringen | Doreen Hotzan

Im Mai vorigen Jahres ist mit den Arbeiten an den beiden Brücken begonnen worden. Eigentlich sollte die Instandsetzung der zwei Bauwerke Ende 2024 abgeschlossen sein. Aber es kommt während des Bauverlaufs zu Problemen mit der Zorgebrücke. Dort sollte ursprünglich die alte Überbauplatte erhalten werden. Aber es stellt sich heraus, dass die Unterbauten und die Lagerbauten in einem schlechteren Zustand sind als angenommen. Es muss umgeplant werden. Bei der Brücke kann nur das Fundament erhalten werden. Die Überbauplatte wird erneuert. Die Fertigstellung verzögert sich dadurch um ein halbes Jahr.

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Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten an den Brücken aber bei der Freigabe noch nicht. Auf beiden Seiten fehlen noch die Geländer. Diese sollen Mitte nächster Woche montiert werden. In den Randbereichen werden noch kleinere Arbeiten ausgeführt. Insgesamt sind in die Instandsetzung beider Brücken knapp zwei Millionen Euro geflossen.