Eine ältere Dame erhielt in Nordhausen am Dienstag den Anruf einer vermeintlichen Staatsanwaltschaft, berichtet die Polizei. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Schockanruf. Der unbekannte Anrufer täuschte der Frau aus der Leimbacher Straße vor, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall hatte, bei dem eine Person ums Leben kam. Damit ihr Kind nicht in Haft gehen müsse, sollte eine Kaution gezahlt werden.

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Die Nordhäuserin übergab zur Mittagszeit am Dienstag mehrere Zehntausend Euro in Briefumschlägen einem fremden Mann. Der Täter soll etwa 1,85 Meter groß und vermutlich ein Ost- oder Südosteuropäer sein. Er hat ein rundliches Gesicht und mittelblonde Haare, die kurz und ordentlich geschnitten sind.

Der Ganove hatte keine sichtbaren Tätowierungen und auch keinen Körperschmuck. Er trug ein schwarzes T-Shirt, eine schwarze kurze Hose sowie weiße Sneaker.

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat geben können. Wer die Geldübergabe im Bereich der Leimbacher Straße beobachtet hat und Angaben zum unbekannten Täter machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Nordhausen unter der Telefonnummer 03631 / 960 (Aktenzeichen: 0182929) zu melden.

Die Polizei warnt erneut eindringlich davor, Geldgeschäfte am Telefon zu vereinbaren. Unter keinen Umständen darf man Geldübergaben aushandeln oder Daten über die finanzielle Lage preisgeben. Wer angerufen wird, sollte sofort auflegen. Es empfiehlt sich immer, selbst mit den Angehörigen Kontakt aufzunehmen oder sich bei der Polizei zu melden.

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In Deutschland gibt es keine Kautionszahlungen. Richter, Staatsanwälte und Polizisten werden niemals hohe Bargeldzahlungen an der Wohnungstür erbitten, die zuvor am Telefon vereinbart wurden. red