Bruno ist klasse. Beim Turnier in Limlingerode zeigt er, was in ihm steckt. Und nach dem Wettkampf erträgt der Labrador tapfer all das, was ein Sieger aushalten muss: die Ehrung der Gewinner, das Anlegen der Siegerschleife und das Posieren fürs Siegerfoto.

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Für Fiona Nebe, Brunos Frauchen, hätte dieser Tag nicht besser enden können. Die Hohensteinerin ist Mitglied im Limlingeröder Verein Hundesportfreunde Harz. Das Turnier um den Südharzer Obedience-Cup ist für sie ein Heimspiel. Mit Bruno meistert sie ihren ersten Turnierstart im Obedience. Mit Bravour. Am Ende belegen die beiden mit 249 Punkten und einer Sehr-gut-Bewertung den ersten Platz in der Beginner-Klasse.

20 Teams starten in fünf verschiedenen Klassen

Zum zweiten Mal richtet der Verein den Südharzer Obedience-Cup aus. 20 Mensch-Hund-Teams gehen in fünf verschiedenen Klassen an den Start. Nicht nur spannend sind die Vorführungen, sondern gleichfalls auf hohem Niveau.

Aus allen Himmelsrichtungen und umliegenden Bundesländern sind Teilnehmer zum Turnier gekommen. Aber die weiteste Anreise hat auch in diesem Jahr der Leistungsrichter Klaus-Dieter Wilken aus Lübeck.

Hundesport
Janine Weber vom Limlingeröder Verein Hundesportfreunde Harz meistert mit ihrem Rocky die Übung „Apport über eine Hürde“.© Anna-Lena Neurath

Obedience gilt als Königsdisziplin unter den Hundesportarten. Ziel ist das perfekte Ausführen von Kommandos. Der Sport ist Teamarbeit. Hund und Mensch bewältigen den Parcours gemeinsam. Die Teams absolvieren Prüfungen, die durch einen Ring-Steward angekündigt werden.

Die geforderten Aufgaben sind sehr vielfältig. In ihrer Komplexität variieren sie – je nach geprüfter Klasse. Bei der Gruppenübung steht das Verhalten gegenüber anderen Hunden im Mittelpunkt. Zu den Einzelprüfungen zählen die korrekte Fußarbeit in der Freifolge, das Apportieren, das Umrunden einer Pylonengruppe, ein Positionswechsel auf Distanz und das Überwinden einer Hürde.

Besonders spannend ist die Geruchsidentifizierung. Da muss der Hund ein durch den Führer berührtes, zehn Zentimeter großes Holzstück unter sechs anderen finden und apportieren.

Drei Starter vom Gastgeberverein mit guten Leistungen

Nicht nur Fiona Nebe geht für den Gastgeberverein an den Start. Ebenso stellt sich Janine Weber aus Bad Lauterberg mit Rocky (Labrador-Mix) der Konkurrenz in der Klasse 1. Sie erzielt 201 Punkte. Marion Steinmetz vom Limlingeröder Verein startet mit Temair (Border Collie) in der Klasse 2. Die erreichten 196 Punkte sind ebenfalls ein gutes Ergebnis.

Am Ende des Tages gibt es auch einen Gesamtsieger. Um diesen ermitteln zu können, werden die Punkte von vier Übungen addiert, die in allen Leistungsklassen zum Programm zählen. Die höchste Punktzahl hat Kerstin Berlin mit Molly aus Misburg (Hannover). Die beiden dürfen sich jetzt Südharzer Cup-Sieger nennen.

Vereinssprecherin Anna-Lena Neurath blickt glücklich auf das Turnier zurück. Es habe nicht nur bewiesen, „was für ein gutes Team Mensch und Hund sind, sondern auch immer wieder, wie gut ein Verein als Team funktioniert“. Im Hintergrund haben viele fleißige Helfer für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

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Die Mitglieder des Vereins Hundesportfreunde Harz nutzen den alten Sportplatz in Limlingerode für das Training mit ihren Hunden. Neben dem Sport gehören Arbeitseinsätze zu den gemeinsamen Aktivitäten. Fleißig pflegen sie das Gelände. Ihr größtes Projekt sind die Umbauarbeiten im und am Vereinsheim. Sie opfern dafür viel Freizeit. Hilfe von außerhalb ist jederzeit willkommen – ob Arbeitskraft oder Spende.