Kaum ist der letzte Ton in Wacken verklungen, blicken die Metal-Fans auf Nordhausen. Das Bookwood-Festival steht vor der Tür. Am 5. und 6. September geht es über die Bühne. Florian Michel und Sven Meschkutat zählen schon die Tage. Sie spüren bereits das leise Kribbeln der Vorfreude.

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Florian und Sven zählen zu den Machern des Open-Air-Festivals. Auch dieses Jahr wuppen sie das Spektakel – im Teamwork. Denn hinter Bookwood steht der Nordhäuser Verein „Metal Foundation Südharz“. Die furchtlose Truppe besteht aus 29 Mitgliedern.

Es ist kaum noch vorstellbar: Bookwoods Wurzeln liegen im Buchholzer Dorffest. Die damalige Rocknacht ist der Grundstein. Das Ur-Konzept ist genial. Fans stellen für Fans etwas auf die Beine. Aus einer Nacht werden zwei Tage. Das ist 2019 die Geburtsstunde des Festivals. Das Areal auf dem Kromberg ist seither einmal im Jahr das Wacken des Südharzes. Und der Verein gibt seinem Festplatz den aussichtsreichen Namen „K 1“.

Nicht nur als Vereinschef, sondern auch als Metal-Fan schaut Florian glücklich auf den bisherigen Reifeprozess. Er spricht von „einem gesunden Wachstum“. Der Publikumsrekord mit den 600 Besuchern des vergangenen Jahres wackelt schon wieder. Dieses Jahr deutet vieles auf einen weiteren Anstieg hin. Florian kann sich die 800 lebhaft vorstellen.
Ohne Sponsoren wäre das Festival in seiner heutigen Größe nicht machbar. Deshalb ist der Verein diesen Unterstützern sehr dankbar. Zu den Partnern der ersten Stunde gehört der Buchholzer Agrarbetrieb. „Für uns beginnt das Festival stets in dem Moment, wenn wir die fetten Stromkabel rüber auf unser Gelände ziehen“, sagt Sven. Auf die Vorbereiter wartet stets viel Arbeit. Ab Mittwoch beginnt diese heiße Phase.
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Ein Partner des Festivals ist auch Thomas Schneider. Seit 2017 betreibt er seine Luchs-Destillerie als Manufaktur in der Bochumer Straße in Nordhausen. Mit seinen Gin- und Likörprodukten macht er sich einen Namen. Mit dem Brockennebel hat der Destillateurmeister einen Pfefferminzlikör im Sortiment. Und den gibt es zum Festival als Sonderausgabe „Bookwoodnebel“.
Eigentlich sind bei uns alle Bands Headliner, denn alle hätten es verdient, gefeiert zu werden.
Sven Meschkutat, Vorstandsmitglied des Vereins Metal Foundation Südharz
Das Bühnenprogramm ist wieder vielversprechend. Insgesamt 15 Acts sind an den zwei Tagen geplant. Als Headliner gelten die Musiker von „Grave Digger“, die den Freitagabend krönen sollen. Die Heavy-Metal-Band besteht seit 1980. Ihrem 45-Jährigen widmet sie eine Jubiläumstour, die sie quer durch Europa führt. Nach ihrem Wacken-Auftritt kommt die Band nun nach Nordhausen, die einzige Tour-Station in Thüringen. Vom Bookwood geht es dann weiter nach Lateinamerika.

Dass der Südharzer Verein diese Gladbecker Legenden auf den Kromberg locken kann, fühlt sich gut an. „Das ist gigantisch für uns“, sagt Sven. „Unser Konzept hat der Band gefallen“, weiß Florian. „So kam es zur Zusage.“ Die ist für Bookwood wie ein Ritterschlag.
Volles Programm beim Bookwood
Freitag, 5. September, ab 17.15 Uhr (Einlass ab 17 Uhr): mit den Bands Grave Digger, Last Caress, Frenemy Society, Zappenduster und Return to Sanity.
Sonnabend, 6. September, ab 12.30 Uhr (Einlass ab 12 Uhr): mit den Bands Kingslayers, Creed of Pain, Fast ‘n Lose, Alveole, Blindgänger, Black Stains, Windreiter, Collisions, Room 106 und LVL.
Kartenvorverkauf: online bei Eventim und im Bookwood-Shop.
Parkplätze: direkt neben dem Festplatz „K 1“, Hinter dem Rain.
Der Top-Act des Sonnabends ist der Auftritt von Kingslayers aus Ungarn. Damit kommt die europaweit einzige Tribute-Show von der britischen Hardcore-Band „Bring Me the Horizon“ nach Nordhausen. Wenn Sven auf Bookwoods Line-Up schaut, kann er sich kaum entscheiden, wen er favorisieren soll. „Eigentlich sind bei uns alle Bands Headliner“, sagt er, „denn alle hätten es verdient, gefeiert zu werden.“ Als lokale Größe sticht noch Fast ‘n Lose hervor. Die Nordhäuser Band rockt die Bühnen auch schon seit 20 Jahren.
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Der Ticket-Vorverkauf läuft super. „So gut wie noch nie“, freut sich Sven. Es gibt Tageskarten und Wochenendtickets. Der Erfolg hat aber einen Haken. Die Gastgeber stoßen an ihre gegenwärtigen Kapazitätsgrenzen. Das heißt: Der Ticket-Absatz nähert sich dem Ausverkauf. „Wir sind uns nicht sicher, ob es diesmal noch Tageskassen geben wird“, erklärt Florian und empfiehlt allen Metal-Fans, den Vorverkauf zu nutzen.






