Mit der dritten Auflage der Spendenfahrt von „Ride for Charity“ setzen die Südharzer Biker um Thomas Claus erneut ein Zeichen für den guten Zweck. Was drei Einzelpersonen mit Herz und Leidenschaft organisieren, ist mittlerweile über die Grenzen des Landkreises Nordhausen bekannt. So trafen sich am Samstagmorgen nicht nur Biker aus Nordhausen am Nordhäuser Autodrom, sie kamen auch aus Mühlhausen, Sömmerda, Erfurt, Sangerhausen, Leinefelde, Wolfsburg oder Lützen.

Täglich

Der Newsletter für Nordhausen

Alle wichtigen Informationen aus der Region Nordhausen, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Ab 9.30 Uhr fuhr ein Motorrad nach dem anderem auf dem Gelände vor. „Im Fokus der diesjährigen Spendenfahrt stand der Verein Helping Angels Gotha, der sich zur Aufgabe gemacht hat, letzte Herzenswünsche von schwerkranken Menschen zu erfüllen“, sagt Claus.

Wie bei den bisherigen Ausfahrten hat der Organisator auf eine Startgebühr verzichtet und stattdessen um eine Spende zu Gunsten der Helping Angels gebeten. Hiervon machten die gut 50 Biker auch regen Gebrauch, zusehends füllte sich die Spendenbox, und am Ende stand die Summe von 865 Euro zu Buche. „Besonders beeindruckt hat mich, dass ein neunjähriger Junge aus seinem Taschengeld 10 Euro für den guten Zweck gespendet hat“, betont Claus.

Ride for Charity
Über 50 Motorräder haben sich auf dem Nordhäuser Autodrom getroffen, um sich auf die 140 km lange Ausfahrt durch Nordthüringen zu begeben-© Ride for Charity | Thomas Claus

Am Startpunkt konnten sich die Teilnehmer einen Wünschebus der Helping Angels einmal genauer anschauen und Fragen zur Arbeit des Vereins stellen. Außerdem waren die Kreisverkehrswacht Nordhausen, die Thüringer Polizei, das BBZ Berufsbildungszentrum Nordhausen und die DRK-Bergwacht Ellrich für Fragen der Biker vor Ort. Hiervon wurde sehr rege Gebrauch gemacht.

Nach einer kurzen Einweisung der Fahrer wurde die Ausfahrt durch Pfarrerin Esther Coblenz gesegnet. Dann ging es auf die etwa 140 km lange Ausfahrt durch Nordthüringen. Die Tour wurde im Vorfeld mit den Ordnungsbehörden ausführlich abgesprochen und genehmigt. Nach einer gemeinschaftlichen Mittagspause am Thüringer Bratwurstmuseum in Mühlhausen kamen die Biker gegen 15 Uhr unfallfrei und gesund wieder am Autodrom an. Nach der Ausfahrt erreichte eine weitere Spende den Veranstalter, und die Spendensumme wurde auf genau 900 Euro aufgestockt.

Ride for Charity
Am Wünschebus der „Helping Angels“ konnten sich die Teilnehmer der Ausfahrt über die Arbeit des Vereins informieren.© Ride for Charity | Thomas Claus

Seit drei Jahren vereint diese Motorradausfahrt Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und Lebensgeschichten. „Egal ob Arzt, Rechtsanwalt, Geschäftsführer oder Altenpfleger - hier sind alle einfach nur Motorradfahrer“, erklärt Thomas Claus.

Motivation heißt anzupacken und zu verändern

Seine Motivation besteht darin anzupacken, um etwas positiv zu verändern. „Es gibt bereits genug Menschen, die anonym alles negativ sehen und schlecht machen. Aber aktiv werden und bewusst zu gestalten und organisieren, kann auch Spaß machen“, ist Claus überzeugt.

Mehr Themen aus dem Kreis Nordhausen

Die dritte „Ride for Charity“ für den guten Zweck sei weit mehr als eine gewöhnliche Tour: „Sie ist ein lebendiges Zeichen für Zusammenhalt, soziales Miteinander und respektvollen Umgang“, betont der Nordhäuser. Das sei für ihn die Motivation weiterzumachen und für das nächste Jahr wieder eine derartige Veranstaltung zu organisieren, erklärt er. „Wir suchen noch nach einem geeigneten Benefiz-Kandidaten für das nächste Jahr, aber es wird sicher eine vierte Auflage geben“, verspricht Claus.

Und der Termin für den nächsten Biker-Gottesdienst in der Ellricher Johanniskirche steht auch schon fest. Dieser wird am 21. September stattfinden.