Weitere sechs Wochen sollen die Bauarbeiten an der B 4 in Nordhausen dauern. Das heißt: Die Parkallee bleibt bis zum 21. November gesperrt. Die Umleitung führt über Salza. Vor allem die Hauptstraße ist von diesem erhöhten Verkehrsfluss betroffen.

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Die Stadt hat reagiert und den größten Teil der Umleitungsstrecke zur Tempo-30-Zone erklärt. Das gefällt nicht allen Nordhäusern. Und aus der Nachbarschaft sind ebenso kritische Töne zu hören. „Warum kann dies nicht auch in Petersdorf umgesetzt werden, wenn dort eine Umleitung entlangführt?“, fragt sich nicht nur CDU-Stadtratsmitglied Christian Lautenbach. „Warum geht es in Salza so einfach und in Petersdorf nicht?“
Die Tempo-30-Anordnung in Salza sei alternativlos und nur temporärer Natur, heißt es aus dem Nordhäuser Rathaus. Solange die Umleitung der B 4 durch Salza rollt, bleiben die Schilder stehen. Denn das Verkehrsaufkommen sei derzeit enorm. Eine Zählung habe ergeben, berichtet Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD), dass gegenwärtig eine Durchfahrt von mehr als 9600 Fahrzeugen pro Tag in der Hauptstraße erfolgt.
Da ein Teil der Umleitungsstrecke zudem ein hochfrequentierter Schulweg (unter anderem zur Albert-Kuntz-Grundschule) ist, habe die Stadt reagieren müssen. Gerade auch der Karl-Liebknecht-Platz ist ein wichtiger Punkt für den Schülerverkehr. Dort kommt es zu einer besonderen Häufung von Fahrbahnquerungen durch Fußgänger.
Da in Salza in einigen Bereichen generell Tempo 30 gilt – zum Beispiel in der Clara-Zetkin- und teilweise in der Hauptstraße – ist es kein größerer Akt, einen Lückenschluss zu vollziehen.
In Petersdorf ist nur nahe der Grundschule die vorgeschriebene Geschwindigkeit auf 30 beschränkt. Aus Sicht des Nordhäuser Rathauses fehlen hier die Voraussetzungen, den Bereich erweitern zu können. Demnach sei auch das Verkehrsaufkommen deutlich geringer als in Salza. Eine Zählung ergab, dass hier täglich rund 3500 Fahrzeuge durchrollen.

Auch die Geschwindigkeit der Autos ist in Petersdorf kontrolliert worden. Das Ergebnis: Mehr als 85 Prozent aller Fahrzeuge bleiben unter 50 km/h, wenn sie das Dorf durchqueren.
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Außerdem ist die Petersdorfer Ortsdurchfahrt eine Landesstraße. Der Stadt ist es nicht erlaubt, auf einer Straße des überörtlichen Verkehrs das Tempo zu begrenzen. Das müsste eine höhere Behörde anweisen. Aus all den Gründen sei es gegenwärtig nicht möglich, die komplette Petersdorfer Straße zur Tempo-30-Zone zu erklären.





