Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) hat der ESSO Deutschland GmbH die bergrechtliche Erlaubnis erteilt, mögliche Vorkommen von Lithium, Mangan und Zink im sogenannten Erlaubnisfeld „Thüringen-Nord“ zu erkunden.

Täglich

Der Newsletter für Nordhausen

Alle wichtigen Informationen aus der Region Nordhausen, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Dieses Gebiet umfasst eine Fläche von rund 4050 Quadratkilometern, darunter auch Teile des Landkreises Nordhausen sowie weitere Regionen Nord- und Mittelthüringens.

Erst Datenauswertung, dann mögliche Bohrungen

Die Genehmigung erlaubt ESSO zunächst keine Bohrungen oder Eingriffe in den Boden, sondern ausschließlich Voruntersuchungen und Datenauswertungen, heißt es in einmer Mitteilung des TLUBN.

In den kommenden mindestens zwei Jahren sollen geologische Informationen gesammelt und analysiert werden, um einzuschätzen, ob sich eine spätere Förderung wirtschaftlich und ökologisch lohnen könnte.

„Wenn die Analysen weitere Untersuchungen rechtfertigen, dann ist das angestrebte umweltschonende Verfahren wichtig“, erklärte Umweltminister Tilo Kummer (BSW). Lithium sei „von zentraler Bedeutung für die Energiewende und Elektromobilität“, betonte er weiter.

Beteiligung der Gemeinden und umweltschonende Verfahren

Im bisherigen Verfahren konnten Gemeinden in der Region, darunter auch im Landkreis Nordhausen, Stellungnahmen zu den Plänen abgeben.

Sollten die Analysen positiv ausfallen, wären für mögliche Bohrungen bzw. zur tatsächlichen Gewinnung dieser Bodenschätze oder Testförderungen neue Genehmigungen notwendig, inklusive öffentlicher Beteiligung der betroffenen Kommunen, heißt es vom TLUBN.

Umweltschonende Lithiumgewinnung in Thüringen

Die Lithiumgewinnung soll laut TLUBN im sogenannten Bohrlochbergbau-Verfahren erfolgen, ähnlich der Tiefengeothermie. Dabei werden Wässer aus mehreren hundert Metern Tiefe gefördert, deren Lithiumanteil technisch abgetrennt wird. Die verbleibende Flüssigkeit wird anschließend wieder in den Untergrund zurückgeführt. Ein Verfahren, das als vergleichsweise umweltschonend gilt.

Die aktuelle Erlaubnis gilt bis zum 21. Oktober 2030 und markiert den ersten Schritt in Richtung Lithiumgewinnung in Thüringen.

Die TA-Lokalredaktion Nordhausen bei Social Media:

red