Wer an diesem Wochenende den Blasiikirchplatz in Nordhausen betrat, wurde sofort von einer ganz besonderen Atmosphäre eingefangen. Zwischen Waffelduft, Kinderlachen und dem warmen Glühen der Marktlichter entfaltete sich der Handwerkermarkt des Kinder-Kirche-Ladens (Kila), der selbst langjährige Besucher überraschte.
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Mistelzauber unter der Lutherlinde
Schon am Eingang lockten in diesem Jahr Mistelsträuße zum Selberbinden und ihre Herkunft machten sie zu etwas Einmaligem. Stadtförster Axel Axt und sein Team hatten die Misteln frisch aus der Krone der großen Lutherlinde geschnitten, die direkt vor der Blasiikirche steht. Ein Geschenk der Natur, das viele Gäste staunen ließ.

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So wie die Mitmachangebote, von denen es in diesem Jahr auf dem Handwerkermarkt sogar noch mehr gibt. „Neu ist beispielsweise das Bauen von Fackeln oder das Prägen von Münzen. Natürlich gibt es auch die Klassiker wie Kerzen ziehen, Wachshände machen, Dosenlaternen, Brennpeter, Seilern oder Stockbrot“, wie Gemeindepädagoge aufzählt.

Klettermut, Waffelduft und regionale Herzenswärme
Doch der unangefochtene Publikumsmagnet war das Angebot der Jugendkirche. Gesichert von einem riesigen Kran wagten sich Mutige daran, einen Turm aus Getränkekisten zu errichten und daran hochzuklettern. Unter dem Jubel eines stetig wachsenden Zuschauerkreises knackte Timann Meschkukat am Samstag den Rekord, wie Tuschy berichtet. 17 Kisten, die schließlich spektakulär in sich zusammenfielen.
Am Sonntag setzte sich die Energie nahtlos fort. Alexander Ibe zog mit seiner mobilen Tischlerwerkstatt wieder zahlreiche neugierige Kinder in seinen Bann. Gleichzeitig öffnete pünktlich um 15 Uhr das Café-Kila im Turmraum der Blasiikirche. Eine Institution, auf die Nordhausen längst stolz ist.
Ganz in weißen Schürzen servierten die jungen Mitarbeiter dort frische Waffeln und heiße Getränke. „Dieses Café hat eine Tradition, die für unsere Region einzigartig ist“, betont Tuschy. Allerdings erinnert der Gemeindepädagoge daran, dass großen Andrangs die Gäste gebeten sind, nach dem gemütlichen Verzehr, auch bald wieder Platz zu machen, für weitere Gäste.
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Nebenan sorgte der Weltladen für fair gehandelten Glühwein in Porzellantassen, während auf dem Holzkohle-Rost Bratwürste vom örtlichen Fleischer brutzelten. Dass der Blasiikirchplatz erst vor wenigen Tagen fertig saniert wurde, erwies sich als Glücksfall: „Er eignet sich jetzt noch besser für solche Veranstaltungen“, sagt Tuschy. Zwischen den mächtigen Kirchtürmen entstand ein neu gepflasterter Platz, der selbst in der Dunkelheit wunderschöne Lichtpunkte setzte.
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So wurde der frisch erstrahlte Kirchplatz an diesem Wochenende zu einem Ort voller Begegnungen, Tradition und Mut und vielleicht auch zu einem kleinen Vorgeschmack auf die weitere Adventszeit, die Nordhausen so besonders macht.
Der Kila-Handwerkermarkt auf dem Blasiikirchplatz hat an allen Adventswochenenden samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Jeweils am Samstag 18 Uhr gibt es eine Andacht am Adventskranz.
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