Der Landkreis Nordhausen hebt die Stallpflicht für Geflügel auf. Diese hatte wegen der Vogelgrippe seit Oktober im Südharz bestanden. Hunderte Kraniche waren damals am Helme-Stausee Opfer dieses Virus und verendeten.

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Nach dem Ausbruch der Geflügelpest musste das Landratsamt reagieren. Inzwischen hat sich aber die Lage in Thüringen entspannt. Das Ansteckungsrisiko ist in der Region deutlich zurückgegangen, weshalb Geflügel und weitere Vögel nun auch wieder im Freien gehalten werden können.
Der Helme-Stausee mit seiner Flora und Fauna ist einmalig.
Matthias Jendricke, Landrat im Kreis Nordhausen
Mehrheitlich beschloss der Nordhäuser Kreistag am Dienstagabend, sich auch weiterhin am länderübergreifenden Schutz der Kraniche in der Goldenen Aue zu beteiligen. Bis zum Jahr 2031 will der Landkreis dem Projekt mehr als 37.000 Euro zur Verfügung stellen. Diese Mittel sollen in Jahresraten zwischen 5000 und 7700 Euro fließen.
Das Projekt umfasst alle Flächen am Kelbraer Stausee. Es besteht die Hoffnung, die örtlichen Bedingungen für die Kraniche in einem der größten Rastgebiete Deutschlands zu verbessern. Zudem sind Ablenkfütterungen vorgesehen, um die Verluste der nahen Landwirtschaft zu reduzieren.
Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 5,8 Millionen Euro. Die Anteile werden auf mehreren Schultern verteilt. Fördermittel vom Bund und Land sind zu erwarten.
Finanziert werden unter anderem die Feuchtwiesen-Mahd der Solwiesen, die Anlage von Nisthilfen sowie die Wiedervernässung des Langen Rieths und des Kuhrieths.
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„Durch die Beteiligung an diesem Projekt erspart sich der Landkreis Nordhausen eigene Aufwendungen für die Tourismusförderung sowie den Arten- und Landschaftsschutz“, betont Landrat Matthias Jendricke (SPD). Die geschaffene Infrastruktur sowie die naturnahen Biotope sollen dann auch über das Jahr 2031 hinaus „auf Dauer“ erhalten bleiben. Denn: „Der Helme-Stausee mit seiner Flora und Fauna ist einmalig“, unterstreicht Jendricke.





