Es ist ein Paukenschlag. Unverhofft kommt oft. Aber in diesem Fall musste erst ein knappes Vierteljahrhundert vergehen. Jetzt zeichnet sich Erstaunliches am Horizont ab. Sven-Bolko Heck will in Nordhausen sein legendäres Trucker-Fest im kommenden Jahr auferstehen lassen. Er plant es vom 11. bis 13. September 2026.

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Der Anlass ist ein Fakt: Der Segelflugplatz vor den Toren der Stadt begeht 2026 sein 70-jähriges Bestehen. Das soll gefeiert werden. Heck ist an Bord. Und in ihm reift ein Gedanke. Aus dem Flugplatzfest wird ein Festival. Heck nennt es FTC. Die Buchstaben stehen für Flieger, Trucks und Country.

Trucks und Country? Da war doch mal was. Ja, das Trucker-Fest. In den Neunzigerjahren war es nach Rolands- und Altstadtfest das dritte große Nordhäuser Volksfest. Wer es erlebt hat, weiß, wie gut es war. Trucks zum Bestaunen auf der einen Seite und erstklassige Country-Musik auf der anderen: Von Truck Stop über Tom Astor und Jonny Hill bis Linda Feller.

Wie schnell eine Idee ins Rollen kommen kann

„Ich dachte, es ist Geschichte“, blickt Sven-Bolko Heck auf diese Episode seines beruflichen Lebens zurück. Zwar stupsen ihn in den vergangenen Jahren immer wieder mal Freunde und Bekannte an, ob er nicht Lust habe, das Ganze noch einmal aufleben zu lassen. Doch es fehlt der Funke, der das Feuer neu entfachen könnte.

Jetzt ist er da: 70 Jahre Flugplatz. Der Anlass bringt die Geschichte ins Rollen. Und wie. „Wir sind überwältigt, mit welcher Schnelligkeit sich die Nachricht verbreitet“, staunt Heck. „Fragen und Anmeldungswünsche überholen uns gerade.“ Etliche Trucker signalisieren dem Veranstalter schon jetzt, wie gern sie an diesem Highlight teilnehmen würden.

Trucker-Fest
Viele Trucker freuen sich schon jetzt auf das Volksfest-Comeback in Nordhausen. Unser Foto entstand beim Country-Fest im Jahre 2001.© Archiv | Nico Kiesel

Das Comeback nach 24 Jahren scheint unaufhaltsam. Und prompt stecken Heck und sein Team mittendrin in der Planung. Der Temin ist klar: das zweite September-Wochenende. Und es soll alles wieder so sein wie damals: gute Live-Musik, viel Spaß und Genuss, namhafte Westernshops, ausreichend Platz für Trucks, ebenso Camping-Möglichkeiten. Denkbar wäre auch eine Flugshow, um dem Flugplatz-Jubiläum gerecht zu werden.

Schon jetzt verspricht Heck, „geile Bands“ zu buchen. Einen Höhepunkt wagt er schon zu nennen: Truck Stop („Der wilde, wilde Westen“) soll endlich mal wieder nach Nordhausen kommen. Auch die Musiker von Buffalo Drive sind bereits für das Festival im Gespräch.

Ich dachte, es ist Geschichte.

Sven-Bolko Heck, Volksfest-Veranstalter aus Nordhausen

Zahllos sind die Volksfeste, die Sven-Bolko Heck, der Wahl-Hamburger mit Nordhäuser Wurzeln, in der Rolandstadt bisher schon auf die Beine gestellt hat. Seine Erfolgsgeschichte verfügt über viele Kapitel. Er weiß aber auch, wie man Niederlagen wegstecken muss. Denn die hält seine Heimatstadt ebenso immer mal wieder bereit, wenn Weihnachtsmarkt-Träume platzen oder Frühlings- und Altstadtfeste abgesagt werden müssen. Doch entmutigen lässt sich der Event-Manager stets nur kurzzeitig. Auf jede blutige Nase reagiert er mit frischem Elan. Das Trucker-Fest ist der erneute Beweis. Hecks Herz brennt für das Comeback.

Weitere Themen aus Nordhausen

Nordhausen darf sich freuen. Auch auf das Bahnhofsfest, das Sven-Bolko Heck hier ebenfalls im kommenden Jahr veranstalten wird. Es ist vom 15. bis 17. Mai auf dem Bahnhofsplatz – unter anderem mit „Joe Eimer & die Skrupellosen“.