Der Lohnstreit bei der auch in Nordhausen produzierenden Großbäckerei Aryzta setzt sich fort. Am Dienstag erzielten Arbeitgeber und Gewerkschaft auch in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die rund 1300 Beschäftigten an den Standorten in Eisleben und Nordhausen keine Einigung.

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Aryzta war vom Plan einer Nullrunde abgerückt: Ab 1. April dieses Jahres sollten die Löhne um zwei Prozent steigen. So werde die Inflation ausgeglichen, erklärte Aryzta-Sprecherin Nadja Donner. Der Tarifvertrag soll aus Unternehmenssicht eine Laufzeit von 24 Monaten mit zwei weiteren Lohnerhöhungen zum 1. Januar und 1. Juli nächsten Jahres haben. Zudem bot Aryzta einen nicht näher bezifferten Betrag an, um die Lohnunterschiede zum westlichen Standort im bayerischen Gerolzhofen abzubauen.

„Wir brauchen konkrete Zahlen, die wir mit unseren Mitgliedern und in der Belegschaft besprechen können“, reagierte Olaf Klenke, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Die Aryzta-Sprecherin verwies unterdessen auf die für den Standort Gerolzhofen am Dienstag erst begonnenen Tarifverhandlungen.

Der Anspruch eines Großbäckers wie Aryzta muss aus Sicht der Gewerkschaft sein, seine Beschäftigten im Stundenlohn der Tariftabelle nicht auf Mindestlohnniveau zu bezahlen. Der Mindestlohn erhöht sich zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro je Stunde.

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Aryzta zeigt sich weiter gesprächsbereit mit dem Ziel einer „zeitnahen“ Einigung. Man setze auf „Sicherheit und Transparenz, nicht auf Druck oder Angst“, betonte die Sprecherin. Wurde für Gerolzhofen ein Ergebnis erzielt, soll für Nordhausen und Eisleben weiterverhandelt werden. red/kmü