In acht Jahren könnte es möglich sein: Mit der Schmalspurbahn von Nordhausen direkt nach Braunlage fahren. Eine Studie hat jetzt bestätigt, dass ein Anschluss von Braunlage an das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) wirtschaftlich und technisch machbar und auch umweltverträglich ist.

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Die veranschlagten Baukosten für die neue Strecke liegen bei rund 42 Millionen Euro. Für die Umsetzung des Projekts – von der Grundlagenermittlung und der Vorplanung bis zum Abschluss der Bauarbeiten – setzen die Autoren der Machbarkeitsstudie einen Zeitraum von etwa acht Jahren an. Erstellt hat das Papier die DB Engineering & Consulting GmbH.

Technisch, erklärte HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller bei einer Informationsveranstaltung in Braunlage weiter, sehe die Studie eine rund fünf Kilometer lange Neubautrasse vor. Diese würde südlich von Elend von der Harzquerbahn abzweigen, dann weitgehend parallel zur B 27 bis kurz vor Braunlage führen und nach Unterquerung der Bundesstraße in einem weiten Bogen zum zukünftigen Endbahnhof verlaufen.

Dieser soll in unmittelbarer Nähe der Talstation der Wurmbergseilbahn sowie des großen Parkplatzes entstehen – also zentrumsnah und optimal erreichbar. Geplant sind drei Gleise mit einer Gesamtlänge von etwa 135 Metern, um flexible Betriebsabläufe zu ermöglichen.

Gleisdreieck bei Elend geplant

Auch eine Wasserversorgung für Dampflokomotiven ist vorgesehen. Wobei auch moderne Triebwagen eingesetzt werden könnten. Die Abzweigung bei Elend soll als Gleisdreieck ausgeführt werden, sodass jeweils direkte Verbindungen sowohl nach Wernigerode als auch nach Nordhausen möglich wären.

Teile der geplanten Trasse berühren Naturschutzgebiete. Doch zeigte die Studie, dass der Streckenbau umweltverträgliche realisierbar ist.

Besonders erfreulich sind aus Sicht der HSB die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsberechnung: Der zukünftige Bahnbetrieb zwischen den beiden touristischen Schwergewichten Braunlage und Wernigerode – mit jeweils 1,4 beziehungsweise 1,2 Millionen Übernachtungen pro Jahr – verspricht großes Potenzial. Je nach Szenario werden von 300.000 bis zu 400.000 Fahrgäste jährlich erwartet. Darüber hinaus werden positive Synergieeffekte für das gesamte HSB-Streckennetz prognostiziert.

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Die Stadt Braunlage ist seit Gründung der HSB im Jahre 1991 Gesellschafter des Unternehmens – bislang jedoch als einziger noch ohne direkten Anschluss an das Streckennetz.

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red