Das Winterwetter hatte Autofahrern auf der kurvenreichen B 4 in den Sundhäuser Bergen zwischen Nordhausen und Sondershausen in den vergangenen Wochen oft viel abverlangt. In wenigen Wochen wird es eine Baustelle auf der Strecke sein, die zu weiten Umleitungsstrecken führt. Voraussichtlich ab 16. März wird die B 4 zwischen dem Abzweig nach Steinbrücken und der Grenze zum Kyffhäuserkreis voll gesperrt.

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Denn dieser Abschnitt muss dringend saniert werden, teilte das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) am Freitag mit. Für diese Arbeiten rechnet die Behörde mit einer nötigen Bauzeit von vier Wochen.

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Netzrisse, Kantenabbrüche, Fahrbahnsetzungen: Solche Schäden zwingen zum Handeln. Wobei keine Komplettsanierung, sondern nur eine Sofortreparatur anstehe, betont-TLBV-Regionalleiter Andreas Bode. Das Nordhäuser Unternehmen Kemna Bau habe den Auftrag bekommen, die schadhaften Bereiche zu flicken. Bode geht davon aus, dass die Deckschicht der Straße in Teilen zu erneuern ist. Mitunter aber seien auch tiefergehende Arbeiten bis in die Tragschicht hinein notwendig. Die Kosten dafür konnte er nicht benennen, denn diese hingen vom Umfang der Reparaturen ab.

Gebraucht wird die B 4 zwischen Steinbrücken und der Kreisgrenze nicht mehr allzu lange. Denn sie soll im Zuge des dreistreifigen Ausbaus größtenteils „fernab der jetzigen Fahrbahn“ neu gebaut werden, erklärt Bode. „Die neue Trasse kreuzt die jetzige nur an zwei bis drei Stellen.“

Umleitungsstrecke wird demnächst bekanntgegeben

Als das Bundesverkehrsministerium vorigen Dezember die Baufreigabe für das rund 30 Millionen Euro teure Vorhaben erteilte, war von einem möglichen Baubeginn im Jahr 2027 die Rede. Wie viele Jahre insgesamt nötig sein werden, blieb offen. Der Abschnitt in den Sundhäuser Bergen ist rund vier Kilometer lang. Zum Vergleich: Die fast ebenso lange Umfahrung von Holbach auf der B 243 wird seit 2020 gebaut – Mitte dieses Jahres soll sie fertig werden.

Ab März wird die jetzige B 4 in und um die Sundhäuser Berge noch einmal repariert – unter Vollsperrung wie 2024 im Abschnitt nördlich von Nordhausen. Wieder müssen Autofahrer auf kleinere Straßen ausweichen. Über welche Strecken, ist offenbar noch unklar. Das TLBV kündigte hierzu eine gesonderte Bekanntmachung „zeitnah“ vor Baubeginn an. Die kürzeste Strecke von Nordhausen nach Sondershausen würde über Werther, Wolkramshausen, Klein- und Großfurra führen.

Eine nur halbseitige Sperrung sei geprüft worden, versichert der TLBV-Regionalleiter. Doch wäre diese nicht mit der Arbeitssicherheit für die Bauleute vereinbar gewesen, weil die Fahrbahn mit Breiten zwischen 6,50 und 7,80 Metern zu schmal sei: „Eine halbseitige Bauweise wäre theoretisch ab einer dauerhaften Bestandsbreite von 7,50 Meter auf der geraden Strecke möglich. Im Kurvenbereich wären, je nach Kurvenradius, noch größere Breiten notwendig.“

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Die B 4 beschäftigt die Bauleute wieder und wieder. In Ilfeld soll sie in den Jahren 2028 und 2029 grundhaft saniert werden. Ob Reparaturen wie demnächst in den Sundhäuser Bergen auch in anderen Abschnitten nötig sind, könne erst nach Abschluss der Wintersaison beurteilt werden, wenn das gesamte Straßennetz beurteilt wird, so Bode. red

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