Dieser Kater hat ein Leben voller Leid, Gewalt und Elend hinter sich. Es ist ein bitteres Schicksal. Kein Tier hat diesen Schmerz verdient.

Jetzt kümmert sich der Nordhäuser Tierschutzverein um den einstigen Streuner. Die Mitglieder nennen ihren Schützling Bolo. Seine Geschichte hat alle tief bewegt. Denn dieses Lebewesen ist misshandelt, gequält und vernachlässigt worden.

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Als man den geschundenen Kater auf der Zeppelinbrücke in Nordhausen findet, ist er schwer verletzt. Mehrere Diabolos stecken in seinem Körper. Mit dieser Luftgewehrmunition hat ein unbekannter Täter auf ihn geschossen.

Die Tierschützer helfen dem Kater. Und Bolo beginnt, Vertrauen zu diesen liebevollen Menschen zu fassen. Besonders zu seinem Finder Kurt entwickelt er eine enge Bindung. Schritt für Schritt kämpft sich Bolo ins Leben zurück.

Kater Bolo
Seitdem sich die Mitglieder des Nordhäuser Tierschutzvereins um den geschundenen Kater kümmern, hat er Vertrauen zu diesen liebevollen Menschen gefasst. © Tierschutzverein

Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Die Folgen sind schicksalhaft und erschweren den Heilungsprozess. Das schlimmste Problem sorgt für den größten Verlust. Dem Kater muss ein Auge entfernt werden.

Gerade als sich sein Zustand stabilisiert und Fortschritte spürbar sind, kommt der nächste Schicksalsschlag: Bolo ist erkrankt.

Die tierärztliche Diagnose lautet: feline infektiöse Peritonitis (FIP). Das ist eine schwere Virus-Erkrankung bei Katzen, die durch eine Mutation des felinen Corona-Virus entsteht.

Kater Bolo
Bolo ist an einer Mutation des felinen Corona-Virus schwer erkrankt.© Tierschutzverein

Noch vor wenigen Jahren wäre diese Diagnose ein Todesurteil gewesen. „Aber heute gibt es glücklicherweise eine wirksame Therapie“, berichtet der Verein. Allerdings ist diese antivirale Behandlung mit sehr hohen Kosten verbunden und erstreckt sich über etwa drei Monate. Die Tierfreunde möchten unbedingt diesen langen Weg gehen. Denn die Heilungschancen sind vielversprechend.

Doch es ist eine Herkulesaufgabe. Als rein ehrenamtlich arbeitender Tierschutzverein stehen die Mitglieder in Nordhausen aktuell bereits vor enormen finanziellen Herausforderungen, schildern sie. Die eifrigen Retter versorgen zahlreiche alte und kranke Tiere. Ihre Ausgaben übersteigen derzeit deutlich die Einnahmen.

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Trotzdem möchte der Verein seinem Bolo diese bestehende Chance auf Leben ermöglichen. Die Mitglieder hoffen deshalb auf Spenden. Der Verein ist per E-Mail (tierschutz.nordhausen@gmail.com) erreichbar.