Wer den ländlichen Raum stärken will, muss die Orte erhalten, an denen Gemeinschaft entsteht. In Urbach steht genau so ein Ort im Mittelpunkt und ist derzeit vor großen Herausforderungen. Das geplante „barrierefreie Kultur- und Begegnungszentrum Urbach“ sollte die Zukunft des Hauses sichern. Doch eine Förderzusage blieb jüngst aus.
Absage von Fördermitteln trifft den Verein
Wie es in einer Mitteilung gegenüber dem Schützenverein als Betreiber heißen soll, scheiterte der Antrag nicht an inhaltlichen Mängeln. Für den Schützenverein und die Dorfgemeinschaft ist das ein herber Rückschlag. Denn das Gebäude „Südharzperle“ ist weit mehr als nur ein Vereinsheim.
Hier treffen sich Feuerwehr, Jugendverein und Förderverein, ebenso soziale Träger wie Diakonie und Deutsches Rotes Kreuz. Landfrauen, Sportgruppen und Dorffeste prägen das Leben im Haus. Geplant waren ein barrierefreier Zugang, eine behindertengerechte Toilette, eine modernisierte Küche sowie bauliche Sicherungs- und energetische Maßnahmen.
Unterstützung aus der Region macht Hoffnung
Trotz der Absage gibt es auch positive Signale. Die VR Bank unterstützte das Projekt kürzlich mit einer Spende von 1000 Euro. Vertreter Alexander Kiel übergab den Scheck persönlich vor Ort und würdigte das ehrenamtliche Engagement.
Für den Verein ist das ein wichtiges Zeichen, nicht nur finanziell. Denn zuvor waren mehr als 15 größere Firmen aus der Region angefragt worden, oft ohne Antwort oder mit Absage, wie Großer sagt. Umso größer ist die Anerkennung für die Unterstützung aus der Region.
Die Spende kommt zur rechten Zeit: Erstmals seit Jahren rechnet der Verein mit einem ausgeglichenen Ergebnis, wie Großer erzählt. Gleichzeitig zeige sich, dass die verstärkte Werbung für die Südharzperle Wirkung Früchte trägt. Das Interesse wachse, Rückmeldungen seien positiv.

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Doch der Weg bleibt lang. Gespräche mit weiteren Firmen laufen, insbesondere mit Blick auf Baumaterialien. Klar ist: Der Erhalt eines solchen Hauses gelingt nicht allein und nicht kurzfristig.
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Auch die Fördermittelabsage bremst den Verein nicht aus. „Wir lassen uns von der Fördermittelabsage nicht entmutigen. Diese hat uns zwar getroffen, sie wird uns aber nicht aufhalten“, sagt Peter Großer. Neue Wege werden gesucht, um die dringend notwendige Barrierefreiheit doch noch umzusetzen. Denn gerade solche Orte geben einem Dorf Identität und Halt.
Die Südharzperle hat Zukunft. Wenn genügend Menschen und Partner weiter an sie glauben.
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