Wir Journalisten sind Diebe, zweifelsohne. Wir stehlen anderen Zeit. Denn wer Neues erfahren will, muss fragen können. Muss sich vor Ort einen Eindruck verschaffen können. Auf einer Baustelle wie der aktuellen im Theater zum Beispiel.

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Seit 2020 berichten wir über das Millionenprojekt. Zugegeben, der letzte größere Beitrag dazu erschien vor vielen Monaten. Warum? Die Stadt als Bauherr mauert. Seit September sah sie sich mit unserer Anfrage für eine Baustellenbesichtigung konfrontiert. Bis heute kam trotz mehrfacher Erinnerungen kein Termin zustande.

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Die Stadtverwaltung verweist auf die „Intensität“ der Bauarbeiten, auf die „parallel laufenden“ Arbeiten verschiedener Gewerke, die eine Baustellenführung „leider nicht möglich“ machten. Das ist keine transparente Kommunikation und gerade angesichts der hohen Summe staatlicher Gelder, die verbaut werden, unangemessen.

Immerhin, es gibt einen Hoffnungsschimmer: Die Situation werde sich demnächst entspannen, Ende Mai könne man ja einen Vor-Ort-Termin abstimmen, teilte das Oberbürgermeister-Büro dieser Tage mit. Wir rufen gern wieder an – im Sinne unserer Leser.