Die Erkrankung ist chronisch. Parkinson hat viele Gesichter. Steife Muskeln, verlangsamte Bewegungen, unkontrollierbares Zittern: Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Das Fortschreiten der Erkrankung ist ebenso individuell.

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Frank Ostwald aus Nordhausen leidet seit 14 Jahren an dieser Krankheit. Tapfer trotzt er seinen Beschwerden. Mit unermüdlichem Kampfgeist will er sich seine Lebensqualität bewahren. Sport kann helfen, die damit verbundenen sozialen Kontakte ebenso. Das weiß er.
Doch in Nordhausen gibt es für Parkinson-Patienten weder eine Selbsthilfegruppe noch eine Sportgruppe. Sylvia Ostwald, Franks Ehefrau, will das ändern. Sie ist seit 25 Jahren Übungsleiterin und derzeit Mitglied im Präsidium des Sportvereins LV Altstadt 98 Nordhausen.
Integration durch Sport: Tischtennis gegen Parkinson
Sylvia macht es sich zur Aufgabe, eine Trainingsgruppe zu bilden, diese in das Vereinsleben zu integrieren und auch zu betreuen. Als Sportart eignet sich Tischtennis.
„Ping Pong als eine Form des Tischtennis-Sports fördert die Motorik, die Beweglichkeit und das Reaktionsvermögen“, erklärt die Übungsleiterin. „Es reduziert die Sturzneigung, fördert die neurale Plastizität, verbessert die Gedächtnisleistung, den Gleichgewichtssinn und das Konzentrationsvermögen.“
Da der Ball geschlagen werden kann, ohne auf den Schläger zu schauen, trainieren die Mitspieler zudem ihre Auge‑Hand-Koordination. Sylvia Ostwald ist überzeugt davon: „Die fortschreitende Verschlechterung der Symptome der Parkinsonkrankheit kann durch das Spielen von Tischtennis als physikalische Therapie verlangsamt werden.“
Mit vereinten Kräften: Gruppe trifft sich einmal in der Woche
An jedem Donnerstag laden Sylvia und Frank Ostwald zum Ping-Pong-Parkinson-Tischtennis in die Turnhalle an der Sangerhäuser Straße ein. Die Trainingszeit ist stets von 12.30 bis 14 Uhr.
Gemeinsam will das Ehepaar helfen, den betroffenen Patienten mehr Lebensqualität, neuen Mut und größere Lebensfreude zu geben. Das Ablenken vom Alltag, die Förderung sozialer Kontakte und gemeinsame Gespräche stehen im Mittelpunkt.
Der Schritt vom Duo zur Gruppe ist bereits geglückt. Doch die Truppe sucht noch weitere Mitstreiter. Das Angebot gilt für jeden, unabhängig vom Alter, vom Geschlecht und von der Leistung. Wichtig ist allein der gemeinsame Spaß.
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Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer will, kann einfach spontan in die Turnhalle kommen. Die Neulinge sollten lediglich Sportsachen und gute Laune mitbringen. Der Verein stellt die Schläger zur Verfügung. jf




