Erneut kam es in der Ilgerstraße am Kurpark in Ilfeld zu einer politisch motivierten Sachbeschädigung am Todesmarsch-Gedenkstein für die Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora.

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Unbekannte hatten am Montag eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Todesmärsche von KZ-Häftlingen des Lagerkomplexes Mittelbau-Dora beschmiert. Mit blauer Farbe sei an der Tafel die Ziffernfolge „161“ aufgesprüht worden, teilte die Landespolizeidirektion Nordhausen am Dienstag vor Ort mit. Aufgrund der regelmäßigen Kontrolle des Denkmals durch Polizeistreifen sei von einem Tatzeitraum während der vergangenen Tage auszugehen.
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Polizei prüft politisches Motiv hinter Code-Graffiti
Die Farbe konnte den Angaben zufolge inzwischen wieder entfernt werden. Bei der Ziffernfolge handele es sich augenscheinlich um einen Code der linksextremistischen Szene. Jede Ziffer stehe für die Position des Buchstabens im Alphabet für den Sammelbegriff verschiedener linksextremistischer Gruppen als „Anti-Faschistische Aktion“. Ein politisches Motiv werde daher geprüft, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sowohl linker Antisemitismus als auch eine versuchte Irreführung der Ermittler durch die rechtsextremistische Szene seien nicht auszuschließen.
Die roten Todesmarsch-Gedenksteine in Thüringen wurden zumeist Anfang der 1980er-Jahre aufgestellt. Sie wurden vom damaligen Bezirksrat Erfurt und antifaschistischen Organisationen geplant, um entlang der ehemaligen Marschrouten der Holocaustopfer zum Ende des Zweiten Weltkriegs sichtbare Erinnerungsorte zu schaffen. Viele der Stelen bestehen aus roten Backsteinen mit einer Metalltafel oder Karte und tragen den Schriftzug „Todesmarsch“. Entworfen wurde die Grundform der Gedenkstelen von dem Erfurter Gestalter Eckhard Bendin.
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Plötzlich ist ein Verkehrszeichen verschwunden
Ein Bürger meldete am Montagabend außerdem, dass am Ammerberg in Nordhausen ein Verkehrszeichen entwendet worden ist. Diese Tat ereignete sich in dem Zeitraum zwischen Samstag, 18.30 Uhr, und Montag, 21 Uhr. Die Beute ist das Verkehrszeichen 253, das ein Durchfahrverbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen vorsieht.
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Die Polizei ermittelt und hofft dabei auch auf Zeugen, die Angaben zur Tat machen können.
red/epd






